weather-image
10°
Kreisverwaltung: "Eingliederung von behinderten Kindern hat einen hohen Stellenwert"

Zahl der Integrationsplätze im Steigen begriffen

Landkreis (rd). Die integrative Betreuung und Förderung von behinderten oder von Behinderung bedrohten Kindern in Kindergärten hat im Landkreis Schaumburg in den zurückliegenden Jahren kontinuierlich zugenommen. "Der Gedanke der Integration von behinderten und nicht behinderten Kindern in Kindertagesstätten hat bei uns einen hohen Stellenwert", so die Kreisverwaltung in einer Pressenotiz.

veröffentlicht am 17.10.2006 um 00:00 Uhr

Habe es 1995 erst einen Integrationsplatz im Landkreis Schaumburg gegeben, so habe sich die Zahl inzwischen auf 43 Integrationsplätze erhöht. Diese Betreuungsplätze hätten sich neben den heilpädagogischen Angeboten, die ebenfalls ausgebaut worden seien, bewährt. Außer dem Erziehungs- und Bildungsauftrag, der in allen Kindergärten umgesetzt werde, bestehe der zusätzliche Auftrag der Förderung von behinderten und vonBehinderung bedrohten Kindern in integrativen oder heilpädagogischen Kindergärten. Eltern haben demnach mittlerweile in mehreren Städten und Samtgemeinden die Möglichkeit, von ihrem Wahlrecht (heilpädagogischer oder integrativer Kindergarten) Gebrauch zu machen. Regionale Konzepte und Vereinbarungen und somit integrative Kindergartenplätze gibt es in Obernkirchen, Niedernwöhren und Nenndorf seit Jahren. In Lindhorst und Sachsenhagen sowie in Stadthagen sind mit Beginn des Kindergartenjahres 2006 /2007 ebenfalls integrative Plätze geschaffen worden. Einzelintegrationen gebe es zur Zeit in den Städten Bückeburg, Rinteln und Stadthagen und in Sachsenhagen. Familien mit behinderten oder von Behinderung bedrohten Kindern bekommen frühzeitige Hilfe und Unterstützung durch die beiden Frühförderstellen der Lebenshilfevereinigungen in Rinteln und Stadthagen. Diese kontinuierliche und auf die Familie und das Kind orientierte Förderung sei eine Leistung, die vor dem Kindergartenbe-such und im Übergang zum Kindergartenbesuch praktiziert werde. ImÜbergang zur Grundschule können Eltern, wenn es nicht von vornherein in Absprache mit der Schulleitung klar ist, einen Antrag auf einen Integrationsplatz oder auf sonderpädagogische Förderung durch die Grundversorgung stellen, so der Landkreis abschließend.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2017
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare