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Junge Seelöwendame hat Fisch zum Fressen gerne und bezaubert Mitarbeiter wie Besucher mit ihrer Pfiffigkeit

Yukon Bay im Zoo Hannover – fast schon Hollywood…

Hannover. Mit großen Augen und gespitzten Ohren wartet Holly auf den Pfiff, denn das bedeutet: „Jetzt gibt’s Fisch.“ Das hat die junge Seelöwendame als erstes in der Kanadalandschaft Yukon Bay im Erlebnis-Zoo Hannover gelernt und damit bereits ihre Grundausbildung abgeschlossen. Die drei wichtigsten Lektionen beim Robbentraining: Fisch mögen, einem Ball am Ende eines Stabs (auch Target genannt) folgen und die Verknüpfung „Pfiff = Fisch“ verstehen.

veröffentlicht am 12.05.2011 um 12:07 Uhr

Und so fischt des Zoos Holly frische Fische aus dem Becken. Ende März kam Holly aus dem Zoo in Basel nach Hannover und war mit noch nicht einmal einem Jahr (* 16. Juni 2010) bereits gut auf ihre Ausbildung vorbereitet: In Basel hatte sie gelernt, Fisch zu fressen. Nicht selbstverständlich für Seelöwenkinder, denen die Umstellung von Milch auf Fisch oft schwer fällt. Holly allerdings nicht. Sie liebt Fisch und hat deshalb auch schnell herausgefunden, dass auf einen Pfiff immer eine leckere Belohnung folgt.

In Yukon Bay hat sie sich sofort an ihre neuen Mitbewohner gewöhnt. Sie versteht sich gut mit ihren Artgenossen, auch wenn die Kegelrobben gerne versuchen, „die Neue“ zu ärgern. Zum Ausgleich ärgert Holly dafür hin und wieder die Seebären, denn die kann man ganz besonders toll im Wasser jagen.

Die kleine Schweizerin ist ein wahres Energiebündel: Wilde Verfolgungsjagden durch das Hafenbecken stoppt sie nur für das Training mit den Tierpflegern. Die ersten Kommandos klappen schon ganz gut, sie läuft auf Fingerzeig ins Wasser oder in den Stall. Was aber für die Tierpfleger noch viel wichtiger ist: Sie folgt dem Target und lässt sich sehr gut damit lenken.

Für die Pfleger in Yukon Bay ist die Arbeit mit der selbstbewussten und kontaktfreudigen Holly ganz besonders spannend. „Sie liebt es, neue Sachen auszuprobieren“, so Stefan Germann. Er ist schon ganz gespannt, wie Holly sich entwickelt: „Wir werden mit unserem Trainingsprogramm auf ihre Persönlichkeit und auf ihre Talente eingehen und hoffen, dass sie sich möglichst viel von den großen Seelöwinnen abguckt.“

Zweimal täglich läuft die Show, in der die Tierpfleger das Leben in Yukon Bay vorstellen. Seebären, Kegelrobben und die Kalifornischen Seelöwen Lizzy, Petzi, Pamela und Summer zeigen, was Robben alles können. Bald soll auch Holly Teil der Show werden. Bis es jedoch soweit ist, wird es noch viele Pfiffe und Fische geben.

Tierpflegerin Melanie Ehlermann trainiert Seelöwenkind Holly mit einem „Target“. Foto: Zoo Hannover



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