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Aufbruchstimmung bei CDU und FWE: Rudolf Welzhofer stimmt sich auf Bürgermeister-Wahlkampf ein

„Yes, we can change “

Emmerthal. Montagabend, 20.15 Uhr, Vereinsheim der TSG Emmerthal in Emmern. Vertäfelte Wände, Wimpel und Biergläser auf schweren Holztischen, vor dem Fenster trainiert die B-Jugend der Fußballsparte. Zugegeben: Es gibt passendere Orte, um US-Präsident Barack Obama zu zitieren. Ernst Nitschke aber, Fraktionsvorsitzender der Freien Wählergemeinschaft Emmerthal (FWE), hat eine Ausrede, es dennoch zu tun: Er ist in Aufbruchstimmung. Eine Stunde lang nämlich hat sich Nitschke gemeinsam mit den 25 anwesenden Mitgliedern des Emmerthaler CDU-Gemeindeverbandes, CDU-Kreisgeschäftsführer Walter Klemme, der Landtagsabgeordneten Petra Joumaah und seiner Parteikollegin Iris Capobianco warmgeredet. Eine Stunde lang wurde von der „Problemgemeinde“ Emmerthal gesprochen, in der ein eigener christdemokratischer Bürgermeisterkandidat bis zuletzt „nicht so ganz sicher war“. Eine Stunde lang wurde immer wieder die Patt-Situation im Gemeinderat betont, in der alles Gewicht auf der Stimme des Bürgermeisters liegt. Bis es schließlich aus Nitschke herausbrach: „Yes, we can change – with Rudolf Welzhofer!“

veröffentlicht am 26.03.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.03.2014 um 13:50 Uhr

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Freie Wähler und Christdemokraten stehen geschlossen hinter ihrem Mann fürs Rathaus – das beweisen sie bei der Versammlung zur Wahl des Bürgermeisterkandidaten. 25 Stimmzettel werden abgegeben, 25 Ja-Stimmen für Welzhofer. Fritz Saacke, selbst lange Jahre CDU-Bürgermeister der Gemeinde Emmerthal und von 1973 bis 1986 Landrat – gibt Welzhofer persönlich seinen Segen. Der Mann des Abends ist sichtlich gerührt.

Als er seine Agenda vorstellt – überschrieben mit „Miteinander für den Neustart Emmerthals“ – wird klar: Jetzt hat der Wahlkampf begonnen. „Emmerthal hat kein Einnahmenproblem, Emmerthal hat ein Ausgabenproblem“, schuld seien „Rot und Grün“ (aus Welzhofers Mund klingt das wie: Kraut und Rüben), so die Kurzfassung. „Der Erhalt der Johann-Comenius-Schule steht ganz oben auf der Prioritätenliste“, sagt der 64-Jährige – ein weiterer Seitenhieb gegen die Grünen, die im September auf der fraktionseigenen Internetseite verkündeten, die Schule werde eines Tages in eine große Schule für Pflegeberufe und Altenpflege umgewandelt. „Stattdessen könnten in Emmerthal und Aerzen Außenstellen der Integrierten Gesamtschule Hameln eingerichtet werden – das wäre eine Möglichkeit, die Schule hier im Ort zu halten“, zitiert Welzhofer aus seinem „Emmerthaler Schulkonzept“.

Und natürlich vergisst Welzhofer, der bis 2012 Vorsitzender der TSG Emmerthal war, mehr als 20 Jahre lang Handball gespielt hat und noch immer Tennis-Spieler ist, sich bei Feuerwehr und Forstgenossen engagiert, auch seine Vereine nicht: Als Bürgermeister, sagt er, werde er „die Verwaltungsbürokratie gegenüber unseren Vereinen schnell und ganz kritisch prüfen – und ändern.“

Am Ende des Abends ist Welzhofer, der „ausgezeichnete Netzwerker“, erleichtert: „Der Aufbruch ist spürbar“, sagt er. „Wenn wir ein bisschen von dem, was wir heute gesagt haben, mit in die Wahl nehmen, werden wir am 25. Mai erfolgreich sein.“

„Der Aufbruch ist spürbar“: Am 25. Mai wird Rudolf Welzhofer bei der Bürgermeisterwahl antreten. Seine Partei und die Freie Wählergemeinschaft Emmerthal stehen geschlossen hinter ihm.ww

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