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Vor Gericht: Gebührenprellerei mit Gesamtschaden von 5000 Euro

x-mal telefoniert und nie bezahlt - das gibt sechs Monate Knast

Rinteln (maf). Nach einer Serie von Betrügereien gegenüber der Telekom ist ein 35 Jahre alter Rintelner nun zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten auf Bewährung verurteilt worden.

veröffentlicht am 29.09.2006 um 00:00 Uhr

Über einen Zeitraum von fünf Jahren hatte der Arbeitslose für seine verschiedenen Wohnungen jeweils Telefonanschlüsse bestellt und danach munter telefoniert, aber nicht bezahlt. Dabei entstand dem Unternehmen ein Gesamtschaden von mehr als 5000 Euro. Im November 2000 prellte der Angeklagte zum ersten Mal die Telekom, als er für seine damalige Wohnung in der Steinberger Straße einen Telefonanschluss beantragte. Nach der Freischaltung nutzte er das Gerät bis zur fristlosen Kündigung im März 2001 und verursachte dabei einen Schaden von knapp 1200 Euro. In der Folgezeit wandte der Betrüger zumeist dieselbe Masche an:Spätestens nach einem Jahr zog er innerhalb der Stadt um und bestellte einen Anschluss. Wohl wissend, dass er bei den offenen Rechnungen keinen neuen Telefonanschluss bekommen würde, gab der Rintelner einfach ein falsches Geburtsdatum an. Dann telefonierte er wieder bis zur fristlosen Kündigung und häufte oft enorme Gesprächsgebühren an. Mal waren es 200 Euro, mal 900 Euro und im letzten Fall gar 1570 Euro, die er der Telekom schuldig blieb. Vor Gericht gestand der bereits mehrfach straffällig gewordene Mann und nannte als Motiv seine finanzielle Situation. Amtsrichter Christian Rost ahndete den fünffachen Betrug schließlich mit einer Bewährungsstrafe und folgte damit dem Antrag von Anklagevertreter Dieter Liese.

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