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Chinesische Austauschschüler freuen sich über freundliche Stadthäger

Wurstbrot als "Aha-Erlebnis"

Stadthagen (mw). Eine "deutsch-chinesische Begegnung" ist einer der Programmpunkte gewesen, die das Ratsgymnasium Stadthagen (RGS) anlässlich des Besuchs chinesischer Austauschschüler organisiert hat.

veröffentlicht am 04.09.2007 um 00:00 Uhr

Ein "deutsch-chinesisches Büfett" bildet die Grundlage für die "

An dem Treffen im Chorsaal des Gymnasiums haben außer den 16 chinesischen Schülern, ihrem Lehrer und den gastgebenden RGS-Schülern auch einige RGS-Austauschschüler des vergangenen Jahres teilgenommen, so Rainer Beddig, der den Austausch begleitende RGS-Lehrer. Mit dabei sind auch einige ehemalige Schüler des Ratsgymnasiums, die ein Jahr lang als Deutsch- beziehungsweise Englischlehrer in China tätig gewesen waren, sowie einige aus China stammende Einwohner Stadthagens gewesen. Als Basis für den lockeren, kommunikativen Austausch diente ein gemeinsames Abendessen mit Speisen eines laut Beddig "deutsch-chinesischen Büfetts". Die verbale Verständigung zwischen den Nationalitäten erfolgte mittels der englischen Sprache, welche die chinesischen Austauschgäste auffallend gut beherrschten. Der Abend bot auch Gelegenheit, die aus der südchinesischen Acht-Millionen-Stadt Dong Guan angereisten Schüler nach ihren Eindrücken zu befragen, die sie während ihres Aufenthaltes gewonnen haben. So bewertete etwa die 14-jährige Lian Yu Ting Stadthagen als eine schöne Stadt mit sauberen Straßen. Ein geschmackliches Aha-Erlebnis sei ein mit Remoulade versehenes Wurstbrot gewesen. Vom hiesigen Essen zeigte sich auch der 13 Jahre alte Luo Meng begeistert - insbesondere gut gewürzte Würstchen fanden seinen Gefallen. Sowohl die Gastgeberfamilien als auch die Atmosphäre in der Kreisstadt bezeichnete er als sehr freundlich und warmherzig. Bei einem Stadtbummel habe er immer wieder erlebt, dass ihm seitens der Bevölkerung ein freundliches "Hallo" entgegengebracht wurde. Unterschiede zu seinem Heimatland nahm Luo Meng unter anderem in den Geschäften wahr. Während man in deutschen Läden quasi weitgehend selber einkaufen müsse, gebe es in China in den Geschäften jede Menge Servicepersonal, das einem beim Einkauf vieles abnimmt. Auffallend sei für ihn auch das sehr große Umweltbewusstsein in Deutschland. So seien hier Jutetaschen in Gebrauch, und es werde viel recycelt. Bekleidung etwa sei dagegen im Vergleich zu ihrer Heimat teurer, stellte die Schülerin Wang Shao-Yu fest. Toll sei indes, dass sie in Stadthagen einfach zu Fuß in die Innenstadt gehen kann. In Dong Guan gebe es dagegen sehr viele Autos und Fußgänger, die im Straßenverkehr miteinander konkurrieren. An den hübschen Gebäuden in Stadthagen und im Umland gefiel ihr vor allemdie Dachform, die sich von den Häusern in Dong Guan doch sehr unterscheide. Dort gebe es vorwiegend Flachdächer, ergänzte Beddig.



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