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Dorfladen im Herzen von Rolfshagen geplant / Rüdiger Teich erarbeitet Konzept und sucht Betreiber

Wurst, Käse und Windeln im Ortsvorsteherbüro?

Rolfshagen (la). Ein Dorfladen, der von möglichst vielen Einwohnern Rolfshagens zu Fuß erreicht werden kann und den Einkauf für die Grundversorgung sicherstellt, das ist schon seit langem der Wunsch zahlreicher Einwohner. Dies wurde auch bei der Umfrage zur Dorferneuerung deutlich. Ortsvorsteher und Ratsherr Rüdiger Teich hat ein bis ins Detail strukturiertes Konzept für einen Dorfladen im derzeitigen Ortsvorsteherbüro erstellt und hofft, dass dies möglichst bald umgesetzt wird.

veröffentlicht am 21.06.2008 um 00:00 Uhr

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"Die Nahversorgung lebt. Steigende Spritkosten, eine veränderte Altersstruktur - es gibt viele Gründe, warum die Nahversorgung immer mehr an Bedeutung gewinnt", so Teich. Einen Standort in der absoluten Randlage von Rolfshagen, wie ihn beispielsweise die WGA vor kurzem vorgeschlagen hat, hält Teich für wenig einwohnerfreundlich. Vielmehr hat er in seine Überlegungen die älteren Menschen sowie die nicht motorisierten Einwohner von Rolfshagen in den Mittelpunkt gestellt. "Es gibt in Rolfshagen keinen besseren Standort als die Kindertagesstätte beziehungsweise das Ortsvorsteherbüro", meint Teich und fügt mit Blick auf die Dorferneuerung hinzu: "Wenn nicht jetzt einen Dorfladen einrichten, wann dann?" Das Ortsvorsteherbüro bietet ideale Bedingungen. Der Eingangsbereich ist ebenerdig und durch geringe Umbaumaßnahmen könnte ein 50 Quadratmeter großer Dorfladen geschaffen werden. "In Bezug auf den Umbau müssen sich die politischen Gremien mit dem Vorschlag befassen", sagt Bürgermeister Thomas Priemer. Er siehtallerdings in diesem Konzept eine wirklich realistische Umsetzungsmöglichkeit und eine "hervorragende Chance", dem vielfachen Wunsch der Bevölkerung nach einer Einkaufsmöglichkeit Rechnung zu tragen. Der Standort ist der Dorfmittelpunkt. In einem Radius von 1000 Metern leben laut Einwohnerstatistik der Gemeinde 823 Menschen ab 18 Jahren. Die Kindertagesstätte befindet sich im gleichen Gebäude, die Sparkasse, ein Bäcker, Papier& mehr mit der Postagentur und das Jugendzentrum sind in der unmittelbaren Nähe. Auch der Wochenmarkt könnte von dem Dorfladen profitieren. Als Ziel formuliert Teich, eine große Kundenanzahl im Dorfmittelpunkt zu Marktzeiten zu bündeln. Geplant hat Teich den Dorfladen bis ins Detail. Eine genaue Planung und Kostenaufstellung einer Fachfirma für Ladeneinrichtungen liegt vor, und auch ein Lieferant hat bereits schriftlich zugesagt, den Laden zwei Mal pro Woche zu beliefern. Die Firma Max Lüning, die auch die Dorfläden in Hohenrode und Hemeringen und das Geschäft in Steinbergen beliefert, hat außerdem einen Vorschlag zum Produktumfang sowie zur Erstbestückung des Ladens vorgelegt. Von verpackter Wurst über Käse, Marmelade, Süßigkeiten, Obst, Gemüse und Reinigungsmittel bis zu Windeln reicht das Angebot. Markenprodukte von Edeka sowie die Marke "Gut und billig" könnten geliefert werden. Die Kalkulationsdaten sowie die Lieferungs- und Zahlungsbedingungen liegen vor. "Das unternehmerische Risiko ist durch die überschaubare Erstbestückung gering", verspricht Teich. Die Firma Lüning habe auch ihre Unterstützung für die Betreiber zugesagt. Schließlich hat das Unternehmen Erfahrung in der Belieferung von Dorfläden. Als Ladenöffnungszeiten werden etwa 44 Stunden pro Woche empfohlen - zum Beispiel montags bis sonnabends von 7.30 bis 12.30 Uhr und montags, dienstags, donnerstags und freitags von 15 bis 18 Uhr und mittwochs gegebenenfalls von 16 bis 18 Uhr. Sollte die Verwaltung grünes Licht geben, will sich Teich auf die Suche nach einem Betreiber machen. Wer Interesse an der Übernahme eines Dorfladens hat, sollte sich mit Rüdiger Teich in Verbindung setzen: (05753) 4631, (0171) 5398631 oder Ruediger.Teich@t-online.de.



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