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Energetische Sanierung der Grundschule in Kirchohsen mit Geld aus dem Konjunkturprogramm II

Wunschlösung der Politik gilt als viel zu teuer

Emmerthal (gm). Insgesamt 13 verschiedene Varianten der energetischen Sanierung für die Verlässliche Kirchohsener Grundschule hat Diplom-Ingenieur Martin Flohr vom GMW-Ingenieurbüro aus Hannover dem Bau- und Verkehrsausschuss vorgestellt. Dabei hatte der Hochbauingenieur die Bauphysik, verschiedene Varianten der Wärmeerzeugung, diverse Varianten der Elektrotechnik, aber auch kombinierte Varianten unter Einbeziehung der „Sowiesokosten“ als auch die Wirtschaftlichkeit durchleuchtet. „Egal, welche Variante Sie bevorzugen, für Sie als Träger des Schulgebäudes ergeben sich dadurch viele Vorteile“, rechnete Flohr vor.

veröffentlicht am 03.11.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 13.11.2009 um 15:10 Uhr

Die Gemeinde kann mit etwa 414 000 Euro aus dem Konjunkturprogra

Emmerthal (gm). Insgesamt 13 verschiedene Varianten der energetischen Sanierung für die Verlässliche Kirchohsener Grundschule hat Diplom-Ingenieur Martin Flohr vom GMW-Ingenieurbüro aus Hannover dem Bau- und Verkehrsausschuss vorgestellt. Dabei hatte der Hochbauingenieur die Bauphysik, verschiedene Varianten der Wärmeerzeugung, diverse Varianten der Elektrotechnik, aber auch kombinierte Varianten unter Einbeziehung der „Sowiesokosten“ als auch die Wirtschaftlichkeit durchleuchtet. „Egal, welche Variante Sie bevorzugen, für Sie als Träger des Schulgebäudes ergeben sich dadurch viele Vorteile“, rechnete Flohr vor. In allen Fällen werde die Umweltbelastung deutlich reduziert, der Komfort steige, die Betriebskosten würden reduziert und die Wirtschaftlichkeit verbessert.

Die Fachausschussmitglieder favorisierten fast einhellig die Variante 10, die besagt, dass alle Fenster erneuert werden, die gesamte Fassade gedämmt wird, der Gasbrennwertkessel erneuert wird und ein komplett neues Wärmeverteilernetz installiert wird. Diese Variante, die mit deutlich mehr als 870 000 Euro die zweitteuerste Möglichkeit in der Vorschlagsliste des Ingenieurbüros war, ist für Bürgermeister Andreas Grossmann derzeit absolut unrealistisch.

„Selbst wenn wir mit unseren eigenen Aufwendungen aus dem Konjunkturpaket II mit circa 414 000 Euro rechnen dürfen, ist die verbleibende Investitionssumme, die ausschließlich durch Darlehen finanziert werden müsste, nicht zu stemmen“, rechnete der Gemeindechef vor. Dabei berücksichtigte Grossmann sogar noch die möglichen Zuschüsse in Höhe von 88 000 Euro durch die Niedersächsische Schulbaukasse, die für die energetische Sanierung des 50 Jahre alten Gebäudes fließen könnten.

Die langatmige Debatte, ob nun vielleicht erst alle Fenster oder die komplette Fassadendämmung oder eventuell zunächst einmal nur der 37 Jahre alte Gasheizkessel erneuert werden sollten, beendete Ausschussvorsitzender Klaus Hinke (SPD) nach fast einer Stunde und übergab erneut seinem Bürgermeister das Wort. „Für uns als Verwaltung steht an erster Stelle, dass wir etwas machen müssen, solange wir das Geld aus dem Konjunkturpaket II in Anspruch nehmen können“, verdeutlichte Andreas Grossmann und schlug daher vor, einen der zwei Gebäudeflügel des Schultraktes zunächst mit komplett neuen Fenstern zu versehen. „Aufgrund des demografischen Wandels wird diese Grundschule, die jetzt noch vierzügig ist, 2013 vermutlich nur noch zweizügig ausgelastet sein“, befürchtet Andreas Grossmann einen geringeren Bedarf an Klassenräumen.

Der Bau- und Verkehrsausschuss, aber auch andere Fachgremien werden sich weiterhin intensiv mit diesem Thema auseinandersetzen, zumal die Gemeinde noch bis allerspätestens Mitte 2011 Zeit hat, ihre Gelder aus dem Konjunkturpaket II zu beantragen. Bürgermeister Andreas Grossmann erhofft sich allerdings bis zur Haushaltsdebatte im Mai für das Jahr 2010 eine konkrete und realisierbare Entscheidung seitens der Politik.

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