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Vorplatz des Gemeinschafthauses wird Anfang Juli bepflanzt / SPD nimmt Anstoß an Gift-Gewächsen

Wüste ade: Grünes Licht für Goldglöckchen

Buchholz (tw). Der aktuell noch einer Wüste gleichende Eingangsbereich des Gemeinschaftshauses an der Bückebergerstraße wird in Kürze begrünt werden. Landschaftsgärtner Thomas Jesiek ( Stadthagen) hat mit seiner gleichnamigen Firma den Zuschlag erhalten; Jesiek hatte am 29. April mit 5034 Euro, Mehrwertsteuer inklusive, das günstigste Angebot eingereicht. Das Rechnungsprüfungsamt des Landkreises hat die Offerte geprüft und - im Wortsinn - "Grünes Licht" gegeben.

veröffentlicht am 04.06.2008 um 00:00 Uhr

Anfang Juli soll der noch kahle Platz vor dem Gemeinschaftshaus

Den Beschluss für die Vergabe des Auftrags an die Stadthäger fasste der Buchholzer Gemeinderat unter Vorsitz von Bürgermeister Hartmut Krause (WiB) während seiner jüngsten Zusammenkunft im Gemeinschaftshaus einstimmig. Geplant ist, unter anderem folgende Pflanzen in die Erde des Vorplatzes zu bringen: "Gefüllte Schneebälle", Pfaffenhütchen, Blut-Johannisbeeren, Goldglöckchen (Forsythien), Braut- und Schneespieren, Kupfer-Felsenbirnen, Immergrüne Liguster, Flammenblumen, Bodendeckerrosen, Lavendel, Berg-Astern, Niedrige Kriech-Zwergmispeln und Gold-Fingerkraut. Mit Blick auf den Zaunbau soll das Gelände zum Nachbargrundstück hin mit Pflanzsteinen abgestützt werden. Der - neue - Maschendrahtzaun soll um sieben Meter bis zur Bückebergstraße hin verlängert werden; der vorhandene Jägerzaun ist abgängig. Bei der geplanten Entwässerung des Areals sollen Muldensteine mit Einlaufkästen verwendet werden. Von der vom Landschaftsgärtner zunächst vorgeschlagenen Raseneinsaat will der Gemeinderat dagegen Abstand nehmen; die Fläche gilt den Buchholzer Politikern als zu klein und zu schräg dafür. Sie favorisieren nach Rücksprache mit Jesiek ein Abmulchen des Geländes und einen Besatz mit Bodendeckern - allen voran Krokussen und Schneeglöckchen. Allerdings: Beim Prüfen des Angebots ist SPD-Ratsherr Ulrich Völkel aufgefallen, dass Pflanzen wie Pfaffenhütchen und Forsythien giftig respektive zumindest schwach giftig sind. Darüber hinaus hält es Völkel für besser, eine Heckenpflanze wie Liguster durch Rotdorn zu ersetzen. Bei der Frage, was für ein Zaun das Grundstück begrenzen soll, gehen die Meinungen zwischen der SPD und der WiB/CDU-Gruppe zunächst auseinander: "Die SPD-Fraktion ist der Auffassung, dass ein pulverbeschichteter Metallzaun besser aussieht, als das ins Auge gefasste Exemplar aus Maschendraht", erklärte Frank Rinne. Laut Krause indes wäre ein Metallzaun etwa doppelt so teuer wie eine Begrenzung aus Maschendraht: "Wir dürfen nicht vergessen, dass es sich bei dem Gemeinschaftshaus um ein Funktionsgebäude handelt", so der Bürgermeister. Das, lässt er durchblicken, müsse keinen Schönheitspreis gewinnen. Zumal, wie WiB-Sprecherin Gudrun Spiller erläutert , der geplante und grün ummantelte Maschendrahtzaun "ohnehin optisch im Gelände verschwindet". Last, but not least betont Krause, dass er die Aktendeckel zumindestüber dieser "Baustelle" schleunigst schließen und das Thema nicht noch einmal auf die Tagesordnung einer Ratssitzung bringen möchte. Der SPD leuchten diese Argumente in ihrer Summe ein; auch sie stimmt am Ende für die preiswertere "Masche". Bleibt nachzutragen: Mit den Pflanz-, Entwässerungs- und Zaunbauarbeiten soll voraussichtlich Anfang Juli begonnen werden; Krause rechnet damit, dass die Tätigkeiten binnen einer Woche abgeschlossen werden.

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