weather-image
21°
×

Fahrradverkehr

Worten sollten Taten folgen

veröffentlicht am 29.01.2020 um 21:07 Uhr

Autor:

Zu: „Das große Umsatteln beginnt“, vom 7. Januar, und „Nach Jahrzehnten eine Lösung“, vom 8. Januar
Es ist erfreulich, dass die Stadt Hameln nun den Radverkehr stärken will. Eine Stadt, in der ein gesunder Erwachsener von jedem Punkt A zu jedem Punkt B mit dem Fahrrad in höchstens 20 Minuten kommt, ist allerdings auch prädestiniert für eine Verkehrswende, die die Sicherheit und Mobilität von Fahrradfahrern verbessert, notfalls auch, indem man es den Autofahrern schwerer macht.

Nur so – das zeigt die Entwicklung in viel größeren Städten, wie Kopenhagen oder Amsterdam – wird man die Menschen auch wirklich zum „Umsatteln“ bewegen, auch wenn schon jetzt die Vorteile (für die Umwelt, die Gesundheit, den Geldbeutel) auf der Hand liegen. Dass aber nicht nur bei den Menschen, die zur Bequemlichkeit neigen, sondern auch bei Verkehrsplanern immer noch dicke Bretter gebohrt werden müssen, zeigen Verkehrsführungen, in denen an manchen Kreuzungen dem Fahrradfahrer drei oder vier rote Ampeln vorgesetzt werden, die es zu überqueren gilt, wo der Autofahrer nur einmal auf Grün warten muss (Beispiel: Kreuzung Münsterwall – Osterwall – Mühlenstraße). Auch eine Begebenheit, die dem Schreiber dieses Artikels gerade ergangen ist, veranschaulicht gut die gängige Behörden-Mentalität: In Ihren Artikeln stand zurecht die Bahnhofsgegend besonders im Fokus, vergessen wurde dabei allerdings die Kaiserstraße, die zwar Fahrradstreifen aufweist, welche aber auf der Straße verlaufen und zu schmal sind. Fährt man dann als Radler aus Sicherheitsgründen auf dem Fußgängerweg (wohlgemerkt: ohne dass Fußgänger in der Nähe wären!), wird man schnell mal von der Polizei zur Kasse gebeten.

Es bleibt zu hoffen, dass den (Dewezet-)Worten auch Taten folgen, und die Stadt Hameln nicht nur die angedachten Lösungen umsetzt, sondern auch zu ihrer Herzensangelegenheit macht, damit die Radfahrer für ihre Klimaneutralität und Gesundheitsprävention belohnt und nicht bestraft werden.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2020
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt