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Mehr als 300 Besucher erleben Ostersonntag Gottesdienste in der Stadthäger St.-Martini-Kirche

Worte von der Auferstehung mitten im Leben

Stadthagen (sk). Gut 200 Kirchenbesucher haben am Ostersonntag den Festgottesdienst in der St.-Martini-Kirche erlebt, musikalisch ausgestaltet von der Kantorei unter der Leitung von Christian Richter sowie Gästen aus Konstanz: Yuki Hanßmann (Fagott) und Alexander Hanßmann (Oboe), Mitglieder der Südwestdeutschen Philharmonie, spielten Werke von Johann Joachim Quantz (1697 - 1773), dem Flötenlehrer Friedrichs des Großen.

veröffentlicht am 25.03.2008 um 00:00 Uhr

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Hundert weitere Gläubige waren zum Frühgottesdienst gekommen, geleitet von den Pastoren Wolf-Peter Koech und Jörg Böversen. Brach um 10 Uhr heller Sonnenschein durch die hohen Kirchenfenster, saßen Andachtbesucher um 6 Uhr in einer dunklen Kirche, erhellt lediglich von Kerzen. Die Gemeinde erwartete den Ostertag, erlebte eine sehr stimmungsvolle, von Liturgie geprägte Andacht mit alttestamentlichen Lesungen über die Schöpfung der Welt und den Sündenfall bis hin zum Ostergeschehen im Neuen Testament. Im Festgottesdienst um 10 Uhr legte Oberprediger Klaus Pönnighaus dar, dass der auferstandene Christus bezeugt, nicht die Auferstehung Christi bewiesen werden könne - ebenso wie die Schönheit einer Musik oder eines Bildes sich einer Beweisführung entzögen. Man könne sich nur auf die Schönheit einlassen, sich dafür öffnen. Gleichermaßen gestalte sich Glauben. Pönnighaus: "Nichts und niemand kann es mir abnehmen, mich mitnehmen zu lassen", um dann Stärke und Wahrhaftigkeit des Glaubens zu erfahren. Allerdings, ob der Auferstehungsgedanke bewusst erfahren werde oder nicht - im Leben vieler Menschen finde er sich wieder. "Wie viel Auferstehung hat es in unserem Leben gegeben?" fragte Pönnighaus. Wenn jemand zum Beispiel erfahren habe, dass ein festgestellter Tumor gutartig ist, habe sich dieser Mensch dann einfach gesagt: "Schwein gehabt!" Oder sei vielleicht doch ein Bedürfnis nach Dank aufgekommen? Und wenn jemand in seinem Beruf viel und Gutes leiste, sage er dann: "Alles aus eigener Kraft". Oder stelle sich nicht doch die Erahnung einer weiteren, einer anderen Macht ein. Und im Hinblick auf die Weltgeschichte: "Wer war stärker: Luther oder Karl V, Bonhoeffer oder Hitler, Martin Luther King oder die Mafia?"



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