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Von einer Umleitung in die nächste - mit der Redaktion auf Baustellentour durch Bückeburg

Wollen Sie mal richtig viel Zeit vertrödeln?

Bückeburg. Erlebnistour durch Bückeburg gefällig, unbekannte Ecken entdecken, Baustellen besichtigen und viel Zeit vertrödeln? Dann starten Sie mit uns und unserem Firmenwagen am Kreisel Georgstraße. Dort ist seit gestern Morgen ein paar Meter in die Georgstraße hinein eine schöne neue Baustelle eingerichtet worden: Erneuerung von Gasleitungen. Per Ampel wird einspurig der Verkehr vorbeigeleitet. Die Folge: Stadtauswärts staut sich der Verkehr bereits im Kreisel, nichts geht mehr, weil von allen Seiten die Pkw hineingefahren sind. Kampfknäuel pur, dazwischen wuseln Schüler, zu Fuß oder mit ihren Rädern, natürlich bevorzugt in Gegenrichtung. Minutenlang geht nichts, macht aber - noch - nichts: Einblicke in die Modewelt der heutigen Schülergeneration sind spannend.

veröffentlicht am 12.10.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:37 Uhr

Eine weitere Baustelle im Stadtgebiet: Noch bis Ende kommender W
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Raimund Cremers Redakteur zur Autorenseite

Geschafft. Vorbei. Weiter Richtung Kleinenbremen und Umgehungsstraße Richtung Minden. Die nächsten Umleitungsschilder nahen, runter in die Abfahrt Hasengarten. Zum Glück staut sich hier mittags der Verkehr nicht ganz so lang wie morgens oder abends zu den Pendlerzeiten. Dennoch genügend Zeit zu Betrachtungen: Der Seitenstreifen müsste auch dringend mal vom Müll gesäubert werden. Dann ist er vorbei, zügig geht es voran in den Kreisel Mindener Straße, wo der Blinker Richtung Innenstadt gesetzt wird. Kollegen hatten berichtet... aber davon später. Denn zunächst folgt Hindernis Nr. 3, dieses Mal keine Baustelle, sondern nur ein profaner Bierauslieferer. Der hat seinen Lkw so schön geparkt, dass an den Arkaden vor dem Schloss nichts mehr geht. Gerade einmal drei Fahrzeuge kommen pro Rotphase vorbei, ansonsten hat der Gegenverkehr Vorrang. Schlau, wie Redakteur ist, kennt er nach Minuten des Wartens eine Abkürzung: Ab über den Parkplatz der Arkaden und hinten wieder rauf auf den "Obersten Hof". Freude pur, vier Fahrzeuge überholt, darunter einen Sternträger. Aber zu früh gefreut. 100 Meter weiter lässt das nächste Umleitungsschild die Laune ungebremst wieder auf den Tiefpunkt rauschen. An der Kreuzung neben der Destille ragt ein Baggerarm in die Straße. Nach Vorbeilassen des Gegenverkehrs geht es den Umleitungsschildern nach ab in die Dammstraße... An deren Ende die nächste Umleitung. Wieder Bagger, wieder offene Straßen, rechts geht es vorbei die Hinüberstraße hinauf. Alles frei, sogar die Ampel ist grün. Die Laune steigt. Und kurz vor dem neuen Kreisel an der Scheier Straße das Unverständnis. Drohend gelb will "U 3" den Autofahrer Richtung Scheie schicken. Irgendetwas verpasst? Da war doch nichts? Oder? Also ignorieren. Weiter geradeaus Richtung Kreuzbreite. Zum nächsten Kreisel und zu den nächsten Umleitungsschildern, die die Irrenden - zunächst einmal - stadteinwärts schicken, um sie dann am Knast vorbei doch noch in die Kreuzbreite oder Richtung Stadthagen zu locken: natürlich mit entsprechenden Wartezeiten an der Einmündung mit der Kreisstraße aus Bergdorf. Mich lockt nichts mehr, nur noch weg. Durch die Innenstadt geht es zurück. Das Kampfknäuel am Kreisel Georgstraße (siehe oben) hat sich aufgelöst. Unbeschadet erreiche ich nach fünfundzwanzigeinhalb Minuten den Ausgangspunkt.

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