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Historiker Wolfgang Ayaß hält zur Eröffnung am 18. Januar Vortrag zum Thema

"Wohnungslose in der NS-Zeit" - eine Wanderausstellungüber Landstreicher

Stadthagen (web). Bettler, Landstreicher, Vagabunden, Wanderarme, "Wanderer", "Nichtsesshafte" - die Bezeichnungen für wohnungslos lebende Menschen waren in den zwanziger und dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts so vielfältig wie die Ursachen für ihre desolate soziale Lage. Bettelei und Landstreicherei wurden strafrechtlich verfolgt. Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten im Januar 1933 wurden bald die ersten wohnungslosen Männer und Frauen verhaftet, die von den Nazis als "Asoziale" verfolgt wurden.

veröffentlicht am 16.01.2007 um 00:00 Uhr

Die Wanderausstellung "Wohnungslose im Nationalsozialismus" der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe zeichnet die Geschichte der Ausgegrenzten der damaligen Gesellschaft nach. Auf 13 Tafeln dokumentieren Faksimiles, Fotos und Texte das Schicksal der Wohnungslosen. Anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Ambulanten Hilfe für Wohnungslose in Stadthagen präsentiert das Diakonische Werk, Stadtverband Hannover, in Kooperation mit der St.-Martini-Kirchengemeinde und unter der Schirmherrschaft von Landesbischof Jürgen Johannesdotter die Ausstellung in der St.-Martini-Kirche. Bei der Eröffnung am Donnerstag, 18. Januar, um 19 Uhr in der St.-Martini-Kirche hält der Historiker Wolfgang Ayaß, maßgeblich an der Konzeption der Ausstellung beteiligt, einen Vortrag. Auch Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier, Bürgermeister Bernd Hellmann und der Vorsitzende des Diakonischen Werks Hannover, Theodor Bohlen, werden bei der Vernissage sprechen. Die Ausstellung ist bis Dienstag, 30. Januar, wochentags von 13 bis 17 Uhr, sonnabends von 10 bis 12 Uhr und sonntags von 12 bis 17 Uhr zu sehen. Schulklassen können die Exposition dienstags und donnerstags von 9 bis 13 Uhr besuchen. Anmeldung werden von der Ambulanten Hilfe für Wohnungslose, (05721) 9 18 45, entgegen genommen. Die Ausstellung soll auf das Thema Obdach- und Wohnungslosigkeit aufmerksam machen. Die Ambulante Hilfe, Krumme Straße 40, in Stadthagen öffnet am Mittwoch, 24. Januar, von 14 bis 18 Uhr ihre Türen. Interessierte können die Einrichtung und deren Angebote für wohnungslose Menschen kennen lernen.



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