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"Caravan-Park": Politiker geben weitere Planung in Auftrag / Reihenhäuser an Sonne ausgerichtet

Wohnmobilisten rollenüber Bahnhofstraße an

Bad Eilsen (tw). Weiterer Schritt zum Ziel "Caravan-Park" auf dem Remisengelände: Der Bauausschuss unter Vorsitz von Dr. Wilhelm Dreves (CDU) hat Landschaftsplaner Thomas Zerner (I-LEX, Bückeburg) beauftragt, den Vorentwurf so weit voranzutreiben, dass der Plan öffentlich ausgelegt werden kann. Der Empfehlungsbeschluss fiel einstimmig aus.

veröffentlicht am 13.10.2006 um 00:00 Uhr

Zuvor hatte Zerner den Politikern im Haus des Gastes insbesondere den Teil des Konzepts, der Bad Eilsen betrifft, eingehend erläutert. Detaillierte Infos gab's zur künftigen Erschließungsstraße, aber auch zum geplanten Mini-Wohnbaugebiet. "Erschlossen werden", so Zerner, "soll deröffentlich zugängliche Caravan-Park über die Bahnhofstraße". Konkret: Über eine fünf Meter breite Stichstraße, die von dort abzweigt und die Zufahrt auch zum Bauhof sowie zu den späteren Reihenhäusern möglich macht. Zur Wiesenstraße soll es dagegen keine Zu- und Abfahrten geben. Der Planer auf die Frage von Hans-Jürgen Winkelhake (SPD) nach den Erschließungskosten: "Die Stichstraße könnte mit Blick auf den Caravan-Park zunächst bleiben, wie sie ist, müsste für die Wohnmobile allenfalls etwas verstärkt werden." Der weitere Ausbau sei erst im Zuge des Errichtens der Wohnhäuser nötig. Damit die Reihenhäuser - "In Bad Eilsen was Besonderes" - die Sonne optimal ausnutzen können, sollen sie in Ost-/West-Richtung aufgestellt werden. "Ihre Bauweise", so der Planer, "soll sich möglichst eng an diejenige der benachbarten Remise anlehnen". Soll heißen: Sie dürfen nicht länger als 50 Meter sein undsollen mit einer Firsthöhe zwischen 7,50 und 9,50 Metern "relativ niedrig" ausfallen - in jedem Fall aber niedriger als das Objekt der Sparkasse. Auch die Farbe der Dächer muss derjenigen der Remise ähneln. Die Stellplätze der jeweiligen Reihenhäuser sollen in einer Gemeinschaftsanlage untergebracht werden. Nach einer Empfehlung Zerners haben die Politiker die Alternative verworfen, besagte Häuser in Nord-/Süd-Richtung aufzustellen. Nicht nur, dass die Sonnen-"Ausbeute" in jenem Fall alles andere als optimal wäre: "Ein Wohnriegel müsste dann parallel zur Bückeberg-Klinik errichtet werden, die Erschließung über die Wiesenstraße erfolgen", gibt der Planer zu bedenken. Noch schwerer wiege, dass der Abstand zwischen den Gebäuden gering ausfallen, die Bauweise damit stark "verdichtet" würde. Stichwort Wohnmobile: Der Abstand, in dem die Caravans zum Auewanderweg aufgestellt werden, soll aus optischen Gründen möglichst groß sein. Die maximale Verweildauer der Wohnmobile auf dem Platz darf drei Wochen nicht überschreiten. "So", sagt Zerner, "wird sichergestellt, dass im Umfeld der Caravans keine ,ortsfesten' Anlagen mit Pavillons, Gartenzäunen und dergleichen mehr entstehen". Gleichfalls aus optischen Gründen sollen die auf dem Gelände vorhandenen Obstbäume erhalten bleiben; sie markieren zum Teil die Grenze zu dem Part des Platzes, der zur Nachbargemeinde Heeßen gehört. Als Standort für die Service-Station (Trink- und Schmutzwasser) wird der Bereich am künftigen Wendeplatz favorisiert, der außerhalb des Überschwemmungsgebietes der Aue liegt.

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