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Mitglieder der Lebenshilfe Hameln-Pyrmont informieren sich über die beiden Bauprojekte des Vereins für 18 Bewohner

Wohngruppen mit Einzelzimmern für Behinderte

Hameln (sto). Um dem steigenden Bedarf an Plätzen für Menschen mit geistiger Behinderung gerecht zu werden, ohne dass die Lebens- und Wohnqualität der Bewohner eingeschränkt werden muss, arbeitet der Verein der Lebenshilfe Hameln-Pyrmont seit einiger Zeit gleich an mehreren „Baustellen“. Über Einzelheiten berichtete Hans-Jürgen Sauerhammer in der Mitgliederversammlung im Forum der Heinrich-Kielhorn-Schule.

veröffentlicht am 04.11.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 13:21 Uhr

Den langjährigen Mitgliedern der Lebenshilfe danken Vorsitzender

„Der Verein hat in der Emmernstraße 28 ein dreigeschossiges Haus gekauft, das derzeit so barrierefrei wie möglich umgebaut wird“, erläuterte der Vorsitzende des 216 Mitglieder zählenden Vereins. Mit der Einweihung sei Ende Januar 2010 zu rechnen. Das Haus biete Platz für zwölf Menschen mit geistiger Behinderung, die dort in Einzelzimmern wohnen werden und mit Unterstützung der Lebenshilfe-Mitarbeiter möglichst selbstständig und selbstbestimmt ihr Leben gestalten können. Auch die Wohngruppe im Haus Wettorstraße 6 soll mit Einzelzimmern ausgestattet werden. Derzeit teilen sich einige der zehn Bewohner ein Doppelzimmer. Nach dem Umbau reduziert sich die Bewohnerzahl auf sechs. Für eine weitere geplante „Baustelle“, einem Wohnstätten-Neubau, laufen derzeit noch Grundstücksverhandlungen. Ursprünglich sei ein Grundstück in der Gröninger Straße in Aussicht gestellt gewesen. Daraus sei dann aber nichts geworden, berichtet Vorsitzender Sauerhammer.

Des Weiteren plant der Verein im Heilpädagogischen Kindergarten in der Leuthenstraße ,im Rahmen eines Modellprojekts eine integrative Krippengruppe für Kinder unter drei Jahren einzurichten. „Der Bedarf ist da“, betonte Sauerhammer. Vereinsmitglied Silke Keil gab zu bedenken, dass sich durch die Einrichtung der integrativen Krippe die Strukturen der Lebenshilfe verändern könnten. Rüdiger Zemlin, der stellvertretende Vorsitzende, betonte, dass viele Lebenshilfen bereits integrative Krippen eingerichtet hätten. Hameln somit nicht die erste sein werde. Um die Krippe einrichten zu können, beschlossen die Mitglieder eine Ergänzung der Satzung.

Darüber hinaus erwägt der Verein eine Änderung des Gesellschaftervertrages mit der Paritätischen Gesellschaft Behindertenhilfe (PGB), um die Zusammenarbeit zwischen Lebenshilfe und PGB zu intensivieren. „Die Einrichtungen erhalten dadurch die Chance, enger als bisher zu kooperieren“, betonte Peter Stuart, Geschäftsführer der Lebenshilfe Hameln-Pyrmont. Näheres soll in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im Februar 2010 berichtet werden.

Für ihr ehrenamtliches Engagement im Bereich der Behindertenarbeit wurde Stefanie Baukmeier geehrt. Auch langjährige Mitglieder wurden ausgezeichnet: Andrea Zemlin, Anke Mai, Barbara Hartmann, Heiko Görner und Herbert Geißler (für zehn Jahre); Kurt Zimmermann, Thorsten Tünnermann, Marianne Schikore, Helga Röhr, Wolfgang Pelz, Fred Martschin, Siegmar Kölsche, Hans-H. Kardinal, Jacqueline Gercke, Ursula Drobel und Marianne Carstedt (15 Jahre); Lutz Wiegmann und Peter Roeck (20 Jahre); Angela Wirges, Anna-Luise Rudolph, Günther Janosch und Sabine Bock (25 Jahre).

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