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Tönebön-Stiftung appelliert, Ausbildungsleistung zu erhöhen

Wohnanlage für Demente geplant

Hameln. Ein erfolgreiches Jahr liegt hinter der Julius- Tönebön-Stiftung. Das machten Dieter Joschko, Vorsitzender des Stiftungskuratoriums, und Herbert Schneider, Stiftungsvorstand, beim Neujahrsempfang der Stiftung in der Fischbecker Straße deutlich. Zahlreiche Gäste nutzten den Abend zum Gedankenaustausch.

veröffentlicht am 19.01.2011 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 02:41 Uhr

Beim Neujahrsempfang der Tönebön-Stiftung stellten Dieter Joschko und Herbert Schneider die Ideen für ein Demenz-Projekt vor.

„Alle unsere Einrichtungen befinden sich auf Erfolgskurs“, erklärte Joschko. Die Stiftung betreibe die Kurzzeitpflege weiterhin als solitäre Einrichtung. Nach Einschränkung der Investitionsfinanzierung durch das Land werde die Stiftung die einzige Einrichtung in Hameln sein, für die weiterhin der Investitionskostenzuschuss gezahlt werde. Dies komme den Kurzzeitpflegegästen unmittelbar zugute. Immerhin handele es sich um rund 450 Euro in vier Wochen „Damit sind wir am Markt gut platziert.“ Die Fachschule Altenpflege verstärkt ihre Ausbildungsbemühungen. Die Julius-Tönebön-Stiftung stellt derzeit mehr Ausbildungsplätze bereit als von ihr benötigt. Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels allgemein und des drohenden Pflegenotstandes appellierte Schneider: „Wer heute nicht ausbildet, muss sich nicht wundern, wenn er morgen freie Stellen nicht besetzen kann.“ Wenn nicht die Ausbildungsleistungen erhöht werden, bestehe im Übrigen die Gefahr, dass erneut eine Ausbildungsabgabe durch das Land eingeführt werde. Die Devise müsste daher lauten: ausbilden, ausbilden, ausbilden!

Auch die Zunahme demenziell erkrankter Menschen stelle Pflegeeinrichtungen vor Probleme. „Schon heute stellen wir fest, dass bei stationären Aufnahmen zwei von drei Senioren an einer fortgeschrittenen Demenz leiden. Der Anteil dementer Senioren ist in den letzten Jahren dramatisch gestiegen und wird weiter ansteigen“, sagte Joschko. Die Stiftung beabsichtige, die Betreuung neu zu organisieren und in einer modellhaften Wohnanlage auf einem geeigneten Grundstück zu realisieren. „Es ist beabsichtigt, eine in die Landschaft angepasste Anlage zu schaffen, in der Menschen wohnen, leben und sich in einem naturnahen, großzügig angelegten Außenbereich bewegen können. Die Würde der Menschen muss erhalten und die Lebensqualität im größtmöglichen Umfange vermittelt werden“, betonte Joschko. Dieses Projekt liegt uns sehr am Herzen, weil die Julius-Tönebön-Stiftung den Anforderungen des sich weiterentwickelnden Marktes auch künftig gerecht werden möchte.“ Mit der konzeptionellen Neuplanung werden rund 29 Arbeitsplätze neu entstehen.



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