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1,57 Millionen Euro an Ausgaben im Vermögenshaushalt / 370 000 Euro für Rannenberger Straße

Wohin in diesem Jahr das Steuergeld fließt

Auetal (rnk). Das Jahr beginnt mit Zahlen. Weil die Gemeinde stark abhängig ist von den Kofinanzierungen, also dem, was Kreis, Land oder Bund bei diversen Maßnahmen beisteuern, wird Anfang des Jahres im Vermögenshaushalt festgelegt, welche Mittel bereitgestellt werden. Damit wird eine Kommune deutlich beweglicher, schließlich können dann, wenn der Startschuss fällt, sofort alle Verträge unterschrieben werden; die Mittel sind ja vorhanden. Ein Blick in den Vermögenshaushalt zeigt also vorwiegend, was sich die Gemeinde für dieses Jahr alles vorgenommen hat oder mit welchen Maßnahmen sie rechnet. Es sind ein paar dicke Brocken dabei, die es zu stemmen gilt.

veröffentlicht am 08.02.2007 um 00:00 Uhr

65 000 Euro für das neue Heim der Feuerwehr Rolfshagen stehen im

27 000 Euro lässt sich die Gemeinde in diesem Jahr die Parkfläche hinter und neben der Alten Molkerei kosten. Deutlich tiefer muss für Baukosten in der Alten Molkerei in den Gemeindesäckel gegriffen werden: 150 000 Euro stehen im Vermögenshaushalt unter dem Stichwort "Verwaltung" bereit. Für die Außensanierung und eine Blitzschutzanlage sind 10 000 Euro fällig. Die Kabel für die neuen Straßenlampen sind zwischen den Rehrener Straßen "Am Horn" und der "Agnes-Miegel-Straße" bereits verlegt, 2500 Euro plant die Gemeinde für die Beleuchtungskörper ein. Von der Horn-Siedlung bis zur Autobahnauffahrt sind 6500 Euro für Lampen eingeplant. 1500 Euro werden die Lampenan der Aldi-Kreuzung und der Kreuzung "Schulstraße" kosten, nur beantragt sind Straßenlampen an der "Bernsener Straße" (500 Euro) und den "Borsteler Bruch" hoch (3500 Euro). 10 000 Euro plant die Gemeinde für eine Fernsteuerung der gesamten Straßenbeleuchtung im Auetal ein. Ein recht großes Loch entsteht im Gemeindeetat durch die "Rannenberger Straße". Straßenausbau, Dorferneuerung, Baukosten, Planung und Ausschreibung schlagen mit 370 000 Euro zu Buche, von denen die Gemeinde die Hälfte zu zahlen hat. Dazu kommen 120 000 Euro für den Regenwasserkanal, der im Rahmen der Dorferneuerung nicht gefördert wird. Apropos Radweg: Für Baukosten und Grunderwerb zwischen Hattendorf und Rehren sind 25 Prozent als Eigenanteil der Gemeinde zu zahlen: 145 000 Euro. Vergleichsweise günstig sind dann 10 000 Euro für die Nebenanlage der "Rehrener Straße", Restabwicklung heißt dies im Verwaltungsdeutsch. Noch nicht abgerechnet, aber dennoch im Vermögenshaushalt steht die Gehweganlage vor dem Aldi-Grundstück (15 000 Euro), die Aufweitung der Kurve "Sandstraße"/"Niedere Heide" kostet 10 000 Euro. Unter dem Stichwort der "Restabwicklung" findet sich auch das neue Heim der Feuerwehr Rolfshagen im Vermögenshaushalt wieder: 65 000 Euro werden für den großen Umbau in diesem Jahr noch benötigt. Nicht einmal ein Drittel, nämlich 20 000 Euro, kostet der Bau eines Löschwasserbehälters in Rannenberg. 14 000 Euro müssen für die Kinderspielplätze bereitgestellt werden: von der Wackelbrücke bis zur Wippe, vom Kletternetz bis zum Balancierbalken - an Inventar will die Gemeinde nicht sparen. Der größte Brocken ist dabei die Grundausstattung des Spielplatzes am "Dahlienweg", der 4000 Euro kosten wird. Einen neuen Regenwasserkanal zum Hochwasserschutz soll es in Rolfshagen an der Straße "Zum Horsthof" geben, 30 000 Euro stehen im Haushalt. Auch in Rehren wird in den Hochwasserschutz investiert. 65 000 Euro stehen für den Bau einer Abfangleitung bereit. Damit soll im Bachweg das kleine Gerinsel, das in Zeiten starker Niederschläge so stark ansteigen kann und dann in die beiden Flüsse an der Ecke "Ortheide" fließt, mit einer Leitung unter der Steinbeeke und der Weise weit in den hinteren Auebereich eingeleitet werden. 5000 Euro Planungskosten bezeugen, dass dies keine ganz einfache Aufgabe sein wird. In der Summe schließt der Vermögenshaushalt mit 1,57 Millionen Euro Ausgaben. Interessant ist in diesem Zusammenhang der Vergleich mit dem Vorjahr: Im Ansatz für das Haushaltsjahr 2006 standen 2,67 Millionen Euro, ausgegeben wurden aber nur 2,2 Millionen Euro. Die Sparsamkeit ist vor allem der Rannenberger Straßegeschuldet, die im letzten Jahr bekanntlich nicht saniert wurde. Die Gemeinde musste also ihren Anteil nicht überweisen, hatte ihn aber weitsichtig im Haushalt bereitgestellt - schließlich will man ja handlungsfähig sein, wenn die Verträge auf den Tisch kommen.

Längst fertig, aber noch nicht abgerechnet: Ecke Rehrener Straße
  • Längst fertig, aber noch nicht abgerechnet: Ecke Rehrener Straße, Schulstraße und Autobahnanschluss. Fotos: rnk

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