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Wochentage mit Bedeutung

Die Woche hat sieben Tage, das lernen wir bereits im Kindergarten. Es wäre aber für uns normal, wenn eine Woche drei, fünf oder zwölf Tage hätte, wenn dies von Anfang an so gewesen wäre und wir uns daran gewöhnt hätten. Trotzdem: Obwohl eine Woche mit mehr oder weniger Tagen genauso denkbar ist, besteht eine Woche in den meisten Kulturen aus sieben Tagen. Dies liegt daran, dass im Altertum nur sieben bewegliche Himmelskörper bekannt waren. Das waren: Sonne, Mond, Merkur, Mars, Jupiter, Venus und Saturn. Diese Himmelskörper sind mit bloßem Auge sichtbar. Bereits die Menschen des Altertums konnten beobachten, wie sie sich am Himmel bewegten.

veröffentlicht am 02.12.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 20.01.2011 um 12:43 Uhr

Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag, Samstag und Sonntag genau so und nicht anders – nur warum?

Die Woche hat sieben Tage, das lernen wir bereits im Kindergarten. Es wäre aber für uns normal, wenn eine Woche drei, fünf oder zwölf Tage hätte, wenn dies von Anfang an so gewesen wäre und wir uns daran gewöhnt hätten. Trotzdem: Obwohl eine Woche mit mehr oder weniger Tagen genauso denkbar ist, besteht eine Woche in den meisten Kulturen aus sieben Tagen. Dies liegt daran, dass im Altertum nur sieben bewegliche Himmelskörper bekannt waren. Das waren: Sonne, Mond, Merkur, Mars, Jupiter, Venus und Saturn. Diese Himmelskörper sind mit bloßem Auge sichtbar. Bereits die Menschen des Altertums konnten beobachten, wie sie sich am Himmel bewegten. Daher stammt auch die Bezeichnung Planet. Diese kommt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie „Wanderer“. Leider sind viele Planeten aber nur mit geschultem Auge zu erkennen. Die Namen, die unsere Wochentage tragen, stammen aus verschiedenen Sprachen und Kulturen. Sie beziehen sich meist auf einen der sieben Planeten oder den entsprechenden Planetengott. Sonntag und Montag wurden nach der Sonne und dem Mond benannt. Also der Tag der Sonne und der Tag des Mondes. Der Dienstag oder englisch „Tuesday“ lässt auf den Planeten Mars schließen. Denn der römische Kriegsgott Mars hieß bei den Germanen Tiu. Mittwoch heißt im Französischen „Mercredi“, woraus man noch den Planet Merkur ableiten kann. Der germanische Gott des Donners heißt Donar und wacht über den Jupiter. Dieser ist Namensgeber für den Donnerstag. Der Tag, der das Wochenende einklingen lässt, ist der Freitag. Im Italienischen sagt man „Venerdì“. Bei uns wurde er nach der germanischen Göttin Freya benannt. Manche sagen Samstag, andere sagen Sonnabend doch beide Formen haben sich aus einem jüdischen Feiertag entwickelt: dem Sabbat; nur der englische „Saturday“ lässt noch auf den Saturn schließen. Aber am liebsten sind uns allen der Samstag und der Sonntag. Keiner muss in die Schule, und niemand muss früh aufstehen. Und abends darf man länger aufbleiben. rf

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