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Schaumburger Verein reist fünf Tage lang durch Süddeutschland und die Schweiz

Wo Geister und Drachen hausen: "Frohsinn" besucht den Schwarzwald

Landkreis (rd). Fünf Tage lang hat der Schaumburger Verein "Frohsinn" den Schwarzwald und die Schweiz besucht. Geplant wurde die Fahrt vom Vorstand in Zusammenarbeit mit "Auetal-Reisen".

veröffentlicht am 29.09.2008 um 00:00 Uhr

Haben in fünf Tagen viel erlebt: die Mitglieder von "Frohsinn".

Um sechs Uhr morgens traten 40 Vereinsmitglieder die Reise an, dieüber Kassel, Frankfurt, Karlsruhe, Baden-Baden, Offenburg und Freiburg nach Schwörstadt im Südschwarzwald führte. Nach etwa zwölf Stunden Fahrt erreichte der Verein das Ziel, ein Hotel im Familienbetrieb. Den Ankunftstag verbrachten die 40 Personen mit der Zimmeraufteilung und dem Abend-Büfett, bevor es am zweiten Tag mit einer Schifffahrt auf dem Oberrhein und einem Stadtrundgang in Waldshut an der Schweizer Grenze richtig losging. Mit der "Sauschwänzle-Bahn" ist die Gruppe dann von Weizen bis ins 25 Kilometer entfernte Blumberg-Zollhaus gefahren. Die Fahrt ist das einmalige Erlebnis einer gemütlichen Bummelfahrt in alten Waggons, die schon viele Generationen durch eine romantische Landschaft schaukelten. Am dritten Tag begann eine Rundreise durch den Südschwarzwald. Die Gruppe wurde den ganzen Tag von einer Reiseführerin begleitet. Zunächst fuhr der Verein auf einer kurvenreichen Straße durch das romantische Wehratal nach Todtmoos und weiter nach St. Blasien, wo der drittgrößte Dom Europas steht. Dann ging die Fahrt weiter mit der Bahn aufden Feldberg, den höchsten Berg im Schwarzwald mit 1 493 Metern. Bei herrlichem Wetter konnten alle einen schönen Rundumblick in die Weiten des Schwarzwaldes genießen. Am Titisee gab es eine Kaffeepause und einen Spaziergang am See. Auf der Rückfahrt zum Hotel wurde dann noch ein Zwischenstopp in Bad Säckingen gemacht, wo die Reiseführerin die Geschichte des Trompeters von Säckingen erklärte. Die Statue des Trompeters im Stadtpark besitzt überraschende Ähnlichkeit mit dem Rattenfänger von Hameln. Der vierte Tag war ganz dem Besuch in der Schweiz vorbehalten.Über den Vierwaldstätter See ging die Fahrt zuerst in den Luzerner Ortsteil Kriens, von wo aus eine Seilbahn mit Panorama-Gondeln auf den 2 132 Meter hohen Pilatus führt. Alphornbläser trugen dort zur besonderen Stimmung auf dem Gipfel bei. Von der Bergspitze aus können die Besteiger des Pilatus die steilste Zahnradbahn der Welt sehen. Im Mittelalter glaubten die Menschen, Geister und ein heilbringender Drache hausten in den kahlen Klüften. Im ehemaligen Pilatus-See, so erzählte man sich, habe einst die rastlose Seele des römischen Feldherrn Pontius Pilatus seine letzte Ruhe gefunden. Deshalb war es lange verboten, den Pilatus zu besteigen. Unten wieder angekommen, besuchte der Verein die Stadt Luzern, wo ausreichend Zeit zum Kaffeetrinken und zur Besichtigung des Luzerner Wahrzeichens, der Kapellbrücke, war. Ein Großteil dieser Brücke fiel am 18. August 1993 einem Brand zum Opfer. Nur die beiden Brückenköpfe und der Wasserturm konnten gerettet werden. In einer beispiellosen Aktion wurde der fehlende Teil der Brücke innerhalb von acht Monaten rekonstruiert, sodass am 14. April 1994 die Kapellbrücke wieder eröffnet werden konnte. Zurück im Hotel gab es nach dem Abendessen noch einige Stunden Musik, zu der die Mitreisenden kräftig mitsangen und schunkelten. Der fünfte und letzte Tag stand ganz im Zeichen der Rückreise. In Freiburg wurde noch eine Pause zur Stadtbesichtigung gemacht. Gegen Abend erreichte der Verein wieder die Schaumburger Heimat.

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