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Bückeburger Elektronik-Distributor Spezial-Electronic peilt 50 Millionen Umsatz an

Wo die Lötkolben glühen, ist SE besten bekannt

Bückeburg (rc). Die SE Spezial-Electronic AG hat im vergangenen Jahr einen Umsatz von knapp 46 Millionen Euro erzielt, 2003 lag er noch bei 35,4 Millionen Euro. Für das laufende Jahr wird das ehrgeizige Ziel von 51 Millionen Euro angestrebt. Dieses Ziel nannte der Vorstandsvorsitzende Christopher Wuttke anlässlich der Übergabe eines Modellsegelboots an einer seiner wichtigsten Lieferanten, der Harting Deutschland GmbH und Co. KG, dessen GeschäftsführerRüdiger Prill in die Bückeburger Kreuzbreite gekommen war, um sich von der Leistungsfähigkeit des Distributors von elektronischen Bauelementen, Logistikdienstleistungen und Unterstützer der Kunden bei der Fertigung ihrer Endprodukte zu überzeugen. Die SE Umsatz-Vision: "Eine Eins mit zwei Nullen". Eine weitere Vision: "Wir wollen zu den zehn wichtigsten Distributoren in Deutschland aufsteigen".

veröffentlicht am 24.02.2007 um 00:00 Uhr

Mit dem gelben Modellschiff warb SE auf der "electronica" in Mün

170 Mitarbeiter arbeiten derzeit in allen Unternehmen der SE-Firmengruppe, davon 50 in der Firmenzentrale in Bückeburg. Hier werden jährlich rund 90 000 Lieferungen bearbeitet. SE besorgt den Kunden dabei nicht nur elektronischen Bauelemente, die sie für die Fertigung ihrer Produkte benötigen, sondern bietet weitere Serviceleistungen an. Wenn gewünscht, wird den Kunden die Lieferung so gepackt, dass er alle Teile eines Produktes in einem Paket hat und so direkt in der Fertigung einsetzen kann. Als weiteres Ziel hat es sich SE gesetzt, nach Kundenwunsch die komplette Ausstattung etwa einer Leiterplatte bei verschiedenen Anbietern zusammenzukaufen und an den Kunden zu liefern. "Ein ganz wichtiger nächster Schritt für die Zukunft des Unternehmens, wir bieten dann etwas, was keinanderer bietet", sagte Wuttke, "aber noch sind wir von dem Ziel einen guten Meter weg". Rund 9000 Kunden stehen bei SE in der Kartei, 10 000 einschlägige Firmen gibt es in Deutschland. "Überall, wo in Deutschland Lötkolben geschwungen werden, ist SE bekannt" stellte SE-Marketingdirektor Dr. Klaus Barenthin fest. Um Kunden zuüberzeugen und bestens zu versorgen hat SE gegenüber anderen mittelständischen Unternehmen eine Besonderheit entwickelt: das so genannte Produkt-Management. 10 Teams aus Verkäufern, Ingenieuren und weiteren Kräften sind in der Firma gegründet worden. Sie vertreten bestimmte Produktlinie von SE - insgesamt 28 gibt es - und können rund um ihr Produkt dem Kunden alle Informationen und Unterstützung bieten: von der Erläuterung der Einsatzmöglichkeiten der Elektronik bis hin zu Verbesserungsvorschlägen oder die optimale Versorgung mit benötigten Bauteilen. Der Vorteil für die Kunden: immer ein fester Ansprechpartner. Barenthin: "Mit diesem Ansatz sind wir sehr technisch ausgerichtet, haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht". Auf der Einkaufsseite ist SE bei alle wichtigen internationalen Elektronikunternehmen guter Kunde, sowohl bei aktiven und passiven Bauelementen sowie elektromechanischen Komponenten. Namen: Maxim, Epson, Casio, Honeywell, Harting oder Schaffner. Schon früh hat sich SE übrigens um die internationale Ausrichtung gekümmert. Besonders im osteuropäischen Raum genießt SE einen exzellenten Ruf, gehörte nach der Öffnung mit zu den ersten, die Niederlassungen in Moskau, Prag oder Warschau eröffneten. Heute ist SE mit fünf Tochtergesellschaften im Ausland präsent. 2006 kam Veenendaal in den Niederlanden hinzu, von wo zunächst die Beneluxländer bearbeitet werden.

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