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Aquarellausstellung "Malen am Meer"

Wo der Horizont bis zum Wasser reicht ...

Luhden (sig). Schon in der Schule zeigte sich, dass sie besonders gut zeichnen kann. Als sie später mehr Zeit dafür hatte, baute sie diese Fähigkeit aus. Sie bevorzugte aber nicht den Blei- oder Kohlestift, sondern entwickelte besondere Fähigkeiten in der Aquarellmalerei. Die Rede ist von Gertrud Adrian, einer gebürtigen Gelldorferin, die seit vier Jahren in Stadthagen lebt und zurzeit wieder einmal im Galerie-Café ausstellt.

veröffentlicht am 09.05.2006 um 00:00 Uhr

Gertrud Adrian mit einem ihrer Aquarelle, die zurzeit im Luhdene

Die Malerei ist zu einem Teil ihres Lebensinhaltes geworden, vor allem nachdem die Kindererziehung weitgehend abgeschlossen war. Mit dem Besuch erster Aquarellkurse der VHS Schaumburg startete Gertrud Adrian 1987 ihre Karriere als Malerin. Von 1988 bis 1992 intensivierte sie ihre Fortbildung durch Kurse, die von der Schaumburger Künstlerin Ursula Dietrich geleitet wurden. Konsequent komplettierte sie ihre Maltechniken noch weiter durch Lehrgänge an der VHS in Diepholz/Bassum, und durch sporadische Teilnahme am Unterricht der Aquarellschule Ellen Hentschel (Hannover). Zusätzlich nahm Gertrud Adrian noch an einem Fernstudium im "Freien Zeichnen" an einer Hamburger Lehranstalt teil. Leider habe die Aquarellmalerei heute in der aktuellen zeitgenössischen Kunstszene keinen hohen Stellenwert, obwohl sie nach wie vor zum Schwersten und Reizvollsten in der Malerei gehöre, sagte uns Gertrud Adrian. Und sie fügte hinzu: "Man muss sehen können, um zu malen. Das Studium der Natur ist die Grammatik der Malerei." Das Bemühen um Perfektion ist der Neu-Stadthägerin so gelungen, dass sie seit Herbst 2003 selbst als Dozentin bei der Volkshochschule tätig ist. Einmal im Monat leitet sie dazu einen Malkurs in der "Alten Polizei" in der Kreisstadt. Die Zahl ihrer Ausstellungen wächst, an ihrem Wohnsitz am Hauberweg 2in Stadthagen gibt es sogar eine Dauerausstellung. Als besondere Herausforderung sieht Gertrud Adrian die Aufgabe an, Wolken und Wellen zu malen. Um dabei inÜbung zu bleiben, sucht sie jedes Jahr die Nord- und Ostsee auf. Nächstes Ziel ist die Insel Sylt und danach dann das Ostseebad Boltenhagen. Die 20 Bilder umfassende Ausstellung im Galerie-Café, die folgerichtig das Motto "Malen am Meer" trägt, ist bis 22. Mai zu besichtigen.

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