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Wählerinitiative "Wir für Bückeburg" kritisiert Interview-Aussagen

Wo bleibt kinder- und familienfreundlich?

Bückeburg (rc). Nicht nur in Bückeburg bleibe nach der Kommunalwahl nicht viel übrig von einer kinder- und familienfreundlichen Politik. Vielmehr würden nach einer Wahl "immer wieder die gleichen Prioritäten zum Vorschein kommen", hat jetzt "Wir für Bückeburg" (WIR) in einer Pressemitteilung anageprangert. Die Wählerinitiative reagierte damit auf Aussagen von Bürgermeister Reiner Brombach in einem Interview mit unserer Zeitung in der vergangenen Woche.

veröffentlicht am 12.01.2007 um 00:00 Uhr

"Konstruktiv zum Wohl der Stadt arbeiten" sei die Kernaussage des Interviews gewesen. WIR hätte sich gewünscht, der Bürgermeister hätte "konstruktiv zum Wohl der Stadt und ihrer Bürger arbeiten" gesagt. WIR kritisierte, dass nicht Kinder-, Jugend- und Familienarbeit für Bürgermeister Reiner Brombach im Vordergrund ständen, sondern die Entwicklung des Falkingsviertel, anderer kleiner Baugebiete, Gewerbegebiete, der Straßenbau sowie die Sanierung und Renovierung der Gaststätte "Hof-Apotheke", die rund 300 000 Euro kosten soll. WIR-Sprecher Peter Diedrich: "Für solche Projekte sind ohne Diskussion Gelder vorhanden. Da unterscheidet sich eine SPD nicht sonderlich von einer CDU." Kinder-, Jugend- und Familienarbeit sollten die Bürger im Idealfall selbst organisieren, oder aber sie sollten in ehrenamtliche Hände gelegt und mit minimalen finanziellen Mitteln unterstützt werden. Wenn man aber "Krokodilstränen" darüber vergießt, dass "kein" Bürger mehr zur Wahl gehe oder dass man keinen Weg zur Jugend finde und dieses ändern wolle, sollte der Bürgermeister die Bürger und die Jugend ernst nehmen: "Gerade Kommunalpolitik sollte sich an den Bedürfnissen der Menschen orientieren. Allein, mit Klientelpolitik findet man nicht zum Bürger."



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