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Belastung durch Güterverkehr droht

Wo bleibt der Vorteil für unsere Region?

Was für ein Artikel! Eine ganze Doppelseite eingerahmt mit bunten Textkullerchen und Modellbahngleisen zum Thema geplante Elektrifizierung eines 29 Kilometer langen Bahnabschnittes. Da bekommt der Bahnfreund Tränen in den Augen, Fahrgäste und Pendler fragen sich, welche Verbesserungen zu erwarten sind.

veröffentlicht am 18.02.2020 um 00:01 Uhr

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Zu: „Vor der Elektrifizierung sind Bürger und Bundestag gefragt“, vom 5. Februar


Der aufmerksame Leser stellt aber bald fest, an der Faktenlage hat sich nichts geändert: Verbesserungen im Personennah- oder Personenfernverkehr sind nicht geplant. Realisiert wird diese Elektrifizierung nur, um Gütertransitverkehr auf dieser Strecke zu ermöglichen. Gäbe es Pläne für verbesserten Personenverkehr, der Artikelschreiber hätte dies dem Leser sicher in einer Sensationsmeldung präsentiert. Im Gegenteil, die Bahnstrecke Elze–Hameln–Löhne ist Bestandteil des künftigen „Dieselnetzes Niedersachsen-Mitte“. Hier ist der Einsatz von Dieselfahrzeugen aus dem Fahrzeugpool der Landesnahverkehrsgesellschaft geplant. Sozusagen die „Abwrackstrecke“ für ausgemusterte Dieselzüge aus anderen Regionen. Reine Elektronahverkehrszüge werden später auf der Strecke Elze-Löhne nicht fahren können, da ja nur bis Hameln elektrifiziert werden soll. Hybridzüge mit Akkus, die den nicht elektrifizierten Teil überbrücken könnten, sind von den Fahrleistungen vergleichbar mit Wasserstoffzügen, die bereits heute ohne Elektrifizierung fahren könnten. Teilweise erreichen Hybridzüge mit Akkus nur die Fahrleistungen von Dieselzügen, um die Reichweiten zu erhöhen. Wo bleibt da noch der Vorteil für unsere Region, der die großen Belastungen durch nächtlichen Gütertransitverkehr kompensieren könnte? Es gibt ihn schlicht nicht.



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