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Lesung in der Bücherei: Autorin verrät Happy-End nicht

Witzige Wortgefechte in Debütroman aus Rinteln

Rinteln (han). Die Rintelner Autorin Astrid von Knebel Doeberitz hat am Sonnabend in der Stadtbücherei aus ihrem Debütroman "Lauter Rasenmäher - Stacheliger Kaktus" gelesen.

veröffentlicht am 27.09.2006 um 00:00 Uhr

Alles beginnt mit einem lärmenden Rasenmäher, der die gestresste Lehrerin Jeanne Garner erst um ihren verdienten Urlaub bringt und später in ein heilloses Gefühlschaos stürzt. Denn der Störenfried, ein gut aussehender Modefotograf und Frauenheld, beginnt schon bald, sie zu umwerben. Doch eine romantische Beziehung will sich nicht so einfach anbahnen. Zu gegensätzlich sind die Lebensentwürfe des "stacheligen Kaktus" Jeanne und des vorlauten "Rasenmähers" Rick Bradley. Während Jeanne sehr emanzipiert ist, eigentlich keinen Mann will und sich ganz dem Beruf widmet, kann Rick sein bisheriges Leben als Womanizernicht einfach so aufgeben. Die Folge sind schwungvolle und durchaus amüsante Wortgefechte, in denen nebenbei Themen wie Liebe, Partnerschaft, Religion, Glaube, sowie der Konflikt zwischen Verstand und Gefühl behandelt werden. Bereits mit zwölf Jahren begann Astrid von Knebel Doeberitz ihre ersten Kurzgeschichten zu schreiben. Die Idee zu dem Roman kam ihr, als sie vor 13 Jahren auf ihrer Hochzeitsreise die imposanten Kakteenwälder in der Wüste Arizonas bestaunte, darum spielt der Roman in Amerika. "Ich liebe die amerikanischen Screwball-Komödien der 40-er Jahre, mit Doris Day, Rock Hudson oder James Garner. Die Lust an diesen witzigen Wortgefechten war es, die mich dazu gebracht haben, den Roman zu schreiben", erklärt die Autorin. Auch auf das zahlreich erschienene Publikum in der Rintelner Stadtbücherei übertrug sich an diesem Abend die Begeisterung, denn neben großem Applaus gab es für die Autorin von einer Besucherin sogar einen zwei Meter großen Kaktus. Zum Schluss ergab sich die Frage, ob das ungleiche Paar jemals zusammenfindet. "Ich bleibe jetzt solange hier sitzen, bis ich weiß, wie die Geschichte ausgeht", meinte hierzu ein Besucher. Astrid von Knebel Doeberitz weigerte sich jedoch standhaft, den Schluss ihres Romans preiszugeben.

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