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Jeder Deutsche hat im Schnitt sechs Policen

Wissen, wie man am besten versichert ist

Die Bundesbürger haben sich in knapp 440 Millionen Versicherungsverträgen gegen die Wechselfälle des Lebens abgesichert. Auf jeden Einwohner entfallen somit knapp sechs Policen. Aber Hand aufs Herz: Wer hat bei der Unterschrift unter einen Versicherungsvertrag wirklich begriffen, was er da alles unterschrieben hat und wann der Versicherungsfall eintritt? Erst im Leistungsfall wird oft klar, dass alles nicht so einfach ist, wie es zunächst schien.

veröffentlicht am 10.02.2011 um 16:22 Uhr

Der Klassiker ist die ausgelaufene Waschmaschine – und die Frage nach der Fahrlässigkeit des Versicherten. Mit Verweis darauf wollen Versicherungen den Wasserschaden oft nicht vollständig übernehmen. Hilft jetzt nur noch der Gang zum Gericht oder gibt es Schlichtungsstellen? Rechtsanwalt Dr. Markus Jacob aus Köln: „Wer den Gang zum Anwalt scheut, kann zunächst den Versicherungsombudsmann einschalten. Hierbei handelt es sich um eine kostenfreie und neutrale Schlichtungsstelle, die sich mit fast allen versicherungsrechtlichen Fragestellungen befasst. Bei Streitwerten bis zu 10 000 Euro ist die Entscheidung des Ombudsmanns für die Versicherung bindend, bei höheren Werten kann er eine Empfehlung aussprechen.“

Ein anderer Klassiker ist die Frage, ob die Hausratversicherung auch dann einen Einbruchsschaden übernimmt, wenn die Wohnungstür nicht abgeschlossen oder ein Parterrefenster gekippt war. Dazu Monika Maria Risch, Rechtsanwältin aus Berlin: „Hier liegt ein Fall der groben Fahrlässigkeit vor. Seit dem 1. Januar 2009 darf der Versicherer seine Leistung in dem Maß kürzen, in dem einem Versicherungsnehmer die grobe Fahrlässigkeit vorgeworfen werden kann.“

Die wichtigste Versicherung ist die private Haftpflicht. Markus Kasper von den Ergo Direkt Versicherungen: „Jeder Haushalt sollte sie haben. Denn nach dem BGB kann jeder für Schäden, die er verursacht, in unbegrenzter Höhe haftbar gemacht werden. Und diese Last lässt sich allein nicht schultern.“ Gefahren und Schadenersatzansprüche lauern überall. Das kann das umgestoßene Rotweinglas beim Nachbarn sein, die zerstörte Vase im Porzellanladen – aber auch unabsichtlich verursachte Unfälle mit Folgen für das Opfer.



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