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Damit Rinteln im regionalen Wettbewerb bestehen kann: Gemeinsamer Antrag an die Stadt

Wirte wollen "draußen" eine Stunde mehr

Rinteln (ur). Auf Einladung von Arif Sanal trafen sich am Montagabend in der "Bodega" Vertreter verschiedener Altstadtlokale aus dem Bereich Marktplatz und Umgebung. Grund dieser Beratung am runden Tisch: Eine Erklärung aus dem Ordnungsamt, man wolle künftig in Zusammenarbeit mit der Polizei Kontrollen der abendlichen Außengastronomie forcieren, um sicherzustellen, dass nach 22 Uhr keine Gäste mehr auf den Freiflächen vor den Lokalen verweilen.

veröffentlicht am 13.06.2007 um 00:00 Uhr

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"Das geht doch an den veränderten Ausgehgewohnheiten der Menschen vorbei", wandte dagegen Karl Stramer von der "Marktwirtschaft" ein und Sandra Kunze von "Cho´s Bistro" ergänzte: "Wenn an schönen Sommerabenden schon um 22 Uhr Schluss sein soll, kommen die Leute erst gar nicht, sondern fahren gleich nach Bückeburg oderMinden!" Ein Eindruck, der auch von Karsten Müller von der Ratskeller-Gastronomie geteilt wurde: "Zumindest am Wochenende und vor Feiertagen kann das keine Lösung sein!" Dabei sind sich die Wirte ihrer Verantwortung auch gegenüber den in diesem Bereich wohnenden Nachbarn bewusst: "Wir werden unsere Anstrengungen verstärken müssen, die Gäste in das Bemühen einzubeziehen, die Abende verträglich zu gestalten", merkte dazu Arif Sanal an. Sein Vorschlag: Die Gäste gezielt auf die Problematik hinzuweisen und bereits im Lokal dafür zu werben, dass sie sich auf dem Heimweg und auch beim Fortfahren rücksichtsvoll verhalten. Über diese betrieblichen Maßnahmen hinaus wollen die Gastronomen der Stadt einen Vorschlag zur Entschärfung der Lage machen: "Verlängerung des Ausschanks um eine Stunde auf 23 Uhr - danach werden keine Bestellungen mehr entgegengenommen und wir sorgen offensiv dafür, dass auch am Wochenende bis 24 Uhr die Stühle und Tische vor den Lokalen geräumt sind." Nur mit einer solchen Regelung sei esüberhaupt denkbar, ein attraktives Angebot für die Innenstadt zu sichern, mit denen man im Wettbewerb zu umliegenden Städten bestehen könne. Daran entscheidet sich letzten Endes auch, ob Pläne für eine gastronomische Nutzung des "Alten Museums" realisiert werden können. Die Anwesenden kamen darinüberein, noch weitere Altstadtwirte in die Bemühungen für ein geordnetes und zugleich ansprechendes sommerliches Ausschankwesen einzubeziehen und offensiv an die Stadt und die Kommunalpolitiker mit diesen Vorschlägen heranzutreten: "Ohne diese Regelung haben wir keine Planungssicherheit für gemeinsame Projekte, das Leben in der Innenstadt noch attraktiver zu gestalten!" Wie erfolgreich eine begrenzte Verlängerung der Öffnungszeiten für die Außengastronomie sein kann, erläuterte der neue Bodega-Partner Björn Schwamborn aus seinen Bremer Erfahrungen mit der abendlichen Flaniermeile an der Weser inmitten der Stadt: "Ein Erfolgsmodell, das Besucher anzieht und inzwischen durch konsequente Handhabung der verlängerten Schlusszeit fast ohne Konflikte realisiert wird!"



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