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2008 werden zwei Gruppen erwartet / "Die Reise ins Unbekannte hat sich für beide Seiten gelohnt"

Wird Pasvalys jetzt die nächste Partnerstadt?

Obernkirchen (sig). Die ersten Schritte sind getan, und schon gewinnt man den Eindruck: Da bahnt sich etwas Größeres an. Junge Menschen aus zwei europäischen Nationen, die längere Zeit kaum miteinander Kontakte knüpfen konnten, haben sich kennen gelernt und sind offenbar bestrebt, daraus mehr zu machen als eine flüchtige Bekanntschaft. Und jetzt sind auch die politisch Verantwortlichen von Obernkirchen und Pasvalys gefragt, diese Pläne zu unterstützen.

veröffentlicht am 05.10.2007 um 00:00 Uhr

Die Jugend hat den Anfang gemacht, jetzt soll die Bevölkerung fo

Der stellvertretende Bürgermeister der baltischen Stadt, Povilas Balciuwas, machte beim deutsch-litauischen Abend im Jugendzentrum deutlich, dass er im kommenden Jahr mit zwei Besuchergruppen aus der Bergstadt rechnet. Zum einen wird wieder eine Schülergruppe eingeladen, und zum anderen erwartet er Repräsentanten der Stadt und die Leitung des Schulzentrums zur Feier des 511-jährigen Bestehens seiner Heimatstadt im September. Eine entsprechende Einladung soll rechtzeitig erfolgen. In einem Gespräch mit unserer Zeitung sprach der Vizebürgermeister die Hoffnung aus, dass die sich anbahnende Partnerschaft auf eine breitere Basis gestellt werden kann, dass also auch andere Teile der Bevölkerung eingeschlossen werden. Auch sportliche Kontakte könne man sich in der Zukunft durchaus vorstellen. "Einige von uns waren schon mal in Deutschland, aber diese Gegend hier ist wirklich sehr schön, und die gastliche Aufnahme lässt auch nichts zu wünschen übrig", versicherte der litauische Gast. Er dankte allen Organisatoren und besonders der Familie des MTV-Handballtrainers Saulus Tonkunas, die den Anstoß zu dieser Partnerschaft gab. In ihrer Heimat nennt man sie bereits "die Botschafter von Deutschland". Ehefrau Ludmilla Tonkunas und Sohn Thomas hatten sich zum Übersetzen zur Verfügung gestell. Beim deutsch-litauischen Abend gab es eine eindruckvoll gestaltete Bildershow, mit flotter Musik, unterlegt. Sie war dem ersten Besuch der Obernkirchener Schülergruppe in Litauen gewidmet. Hier haben sich Marcus und Julia Wiersig besondere Meriten verdient. Jan Veentjer dankte bei der Eröffnung der Abendveranstaltung für die Freistellung der Schüler für den ersten Besuch und den Verwaltungen der beiden Städte für die Bereitschaft, mit ins das Boot der neuen Partnerschaft einzusteigen. "Es war für beide Seiten eine Reise ins Unbekannte, aber sie hat sich gelohnt", meinte Stadtjugendpfleger Erhard Vinke. Und sie wird eine Fortsetzung finden - dessen sind sich alle Beteiligten sicher. Künftig ist bereits eine größere Vertrauensbasis vorhanden, die vieles leichter macht.

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