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SPD-Ortsverein Bückeburg sieht nach turbulentem Wahljahr optimistisch der nächsten Wahl entgegen

"Wir wollen gewinnen - wir werden gewinnen!"

Bückeburg (thm). Das war ein Jahr für den Bückeburger SPD-Ortsverein ... Und: Das wird ein Jahr für ihn! Bei der Jahresversammlung am Donnerstagabend ist den Sozialdemokraten kaum Zeit zum Durchatmen geblieben. Nach dem für sie mehr als turbulenten Wahljahr 2005 stehen sie jetzt schon in den Startlöchern für die Kommunalwahl im September.

veröffentlicht am 29.04.2006 um 00:00 Uhr

Mitgliederehrung im SPD-Ortsverein Bückeburg (v.l.): Dagmar Voge

"Es gibt viel zu tun, denn wir wollen gewinnen - und wir werden gewinnen!", gab Anka Knechtel schon mal die Marschrichtung für die Anwesenden vor. Die Vorsitzende des Ortsvereins betonte im Jetenburger Hof die "hervorragende Zusammenarbeit" mit den anderen Mitgliedern der von der SPD angeführten Gruppe im Stadtrat. Mit einem Rückblick auf die Turbulenzen und die "große Unruhe", die der Parteiaustritt der ehemaligen Bürgermeisterin Edeltraut Müller im Vorfeld der Bürgermeisterwahl 2005 ausgelöst hatte, hielten sich die Bückeburger Sozialdemokraten nicht lange auf. Warum auch? "Unser Kandidat hat gewonnen", stellteKnechtel zufrieden fest. Zufriedenheit löste auch der Blick auf die Entwicklung in der Mitgliederstatistik aus. Fünf raus, sieben rein - das kleine Plus ist Balsam für die Mitglieder der Partei, die sich auf Bundesebene lange Zeit im freien Fall ins schier Bodenlose befunden hat. Der Bückeburger Ortsverein hat jetzt 111 Mitglieder, darunter 38 Frauen. Bernd Insinger berichtete kurz von der Arbeit der SPD-Stadtratsfraktion. "Weitsicht, Zuverlässigkeit und Realitätssinn sind die Eckpfeiler unserer Politik", skizzierte er Grundsätze sozialdemokratischen Handelns für Bückeburg. Nach dem Verlust der Mehrheit habe seine Partei ganz bewusst die "Politik der leiseren Töne" gewählt und sei damit durchweg gut gefahren. Auch Insinger gehtdavon aus: "Wir haben in Bückeburg bald wieder die Mehrheit." Das sieht auch Sebastian Edathy so. Der heimische SPD-Bundestagsabgeordnete stimmte seine Mitstreiter vor Ort mit dem Bild vom starken Kopf, der einen starken Unterleib brauche, auf die anstehende Kommunalwahl ein: "Unser Bürgermeister braucht eine eigene Mehrheit. Das kann man vermitteln. Unsere Chancen sind gut." Im bundespolitischen Teil seiner Gastrede ging's um die drei Herkulesaufgaben, die es in Berlin jetzt bald zu stemmen gelte: eine Lösung zur Sicherung des Gesundheitssystems, die mindestens zehn Jahre trage, existenzsichernde Löhne für Beschäftigte mit geringen Einkommen und Maßnahmen, die Kinder und Jugendliche gedeihliche Zukunftschancen eröffnen. Für langjährige Mitgliedschaft geehrt wurden Sophie Stansch (60 Jahre), Gudrun und Reinhard Fricke sowie Wolfgang Brocks (jeweils 40 Jahre) Elsbeth Grothe (33 Jahre) sowie Karl-Heinz Krause und Hans-Jürgen Brandt (jeweils 25 Jahre). Bei den Wahlen wurde Anka Knechtel als Vorsitzende bestätigt. Ihre neuen Stellvertreter sind Renate Barkhausen und Christian Rauch. Um die Finanzen kümmern sich Albert Brüggemann und seine Stellvertreterin Gudrun Mirbach-Prägler, Schriftführer ist Karl-Heinz Krause, vertreten von Reinhard Meiffert. Beisitzer: Bernd Insinger, Horst Kuhlmann, Wolfhard Müller, Grit Schmidt, Gerd Uthe, Dagmar Vogeler-Kreusel und Gerhard Lang.

Gerd Uthe und Grit Schmidt haben im Vorstand als stellvertretend
  • Gerd Uthe und Grit Schmidt haben im Vorstand als stellvertretende Vorsitzende Platz gemacht für zwei jüngere Genossen.
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