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„Wir wollen einfach unseren Kindheitstraum erfüllen“

Friedrichshagen (amg). insgesamt vier Originalnachbauten des legendären „K.I.T.T.“ cruisen auf Deutschlands Straßen umher – und einmal im Jahr fahren die Kultautos bei dem „Knight Rider“ aus Friedrichshagen vor.

veröffentlicht am 09.08.2011 um 18:04 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 11:41 Uhr

Kultautos
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„Ein Auto, ein Computer, ein Mann“ – ja, doch, so fängt „Knight Rider“ an. Das weiß nun wirklich jeder. Jeder, der schon als Knirps die Kultserie verschlungen hat, und jeder, der sie – den nostalgischen TV-Wiederholungen sei Dank – viele Jahre später kennenlernen durfte. Fiktion aus den 80er Jahren, lang ist’s her. „Vier Autos, vier Computer und vier Männer“ – das allerdings ist echt. Zu Realität gewordene Fiktion, sozusagen. Karossen dieser „Knight Industries Two Thousands“, K.I.T.T.s, trafen sich wieder am Wochenende: Den Superschlitten vorführen, zeigen, was er alles kann, fachsimpeln, neue Ideen entwickeln – Bezingespräche unter Männern, die ihre Leidenschaft für das Auto aus der Actionserie teilen. Und überhaupt für US-Cars, denn von Friedrichshagen sollte es weiter nach Hannover zur Street Mag Show gehen.
 Stephen Hoppe, Andreas Winkler und Florian Wolff, Männer hinter dem Steuer des pechschwarzen Pontiac Firebird Trans Am: Keine hautenge Jeans, keine schwarze Lederjacke. Sie sind keine Ritter des Asphalts, kämpfen nicht im Auftrag der Foundation für Recht und Verfassung für das Gute und gegen das Böse. Wenn sie sich ins Auto setzen: Anders als der smarte Hauptdarsteller Michael Knight (David Hasselhoff) brechen sie nicht gerade zu heldenhaften Taten auf. Dennoch: Eine Art persönliche Mission steckte schon dahinter, als sie jenen cleveren Wagen nachbauten, der sprechen kann, über ausgeklügelte künstliche Intelligenz verfügt und aus jeder noch so vertrackten Situation ohne den kleinsten Kratzer herauskommt: „Wir wollen einfach unseren Kindheitstraum erfüllen“, beschreiben die K.I.T.T.-Fans ihren „Auftrag“. Die Männer und ihr Auto: Nach vielen Jahren des Sparens, des Tüftelns, etliche Hautschürfungen und blutige Finger eingeschlossen: „Sie haben ihr Ziel erreicht.“ So spricht heutzutage in so gut wie jedem Pkw die Stimme aus dem Navi, genauso gut könnte diese Ansage aber auch von dem K.I.T.T. der 80er stammen.
 Ob GPS, Bordcomputer oder Telefon, viele Funktionen, die damals allein das Auto aus dem Film besaß, sind heutzutage gang und gäbe. Der Faszination für den K.I.T.T. kann diese Entwicklung allerdings überhaupt nichts anhaben: „Es ist ein klasse Auto, ein Charaktergeber, ein Held“, sagt Stephen Hoppe. Das schickste Auto, das er kenne. „Es gibt Autos, die sind halt ein Fortbewegungsmittel, K.I.T.T hingegen ist Passion“, philosophiert der 32-jährige Angestellte aus Helmstedt und erntet die volle Zustimmung seiner Kollegen. Weltweit bekannt ist das Serienduo Knight, der Ritter, und sein treues Gefährt (in Argentinien ist er „Das fantastische Auto“, in Portugal „Der Bote der Gerechtigkeit“, in Taiwan „Der donnernde Reisende“). Ihr K.I.T.T., erzählen Hoppe, Wolff und Winkler stolz, zieht überall die Blicke vorbeifahrender Pkw auf sich, stelle selbst Ferraris und Bugattis in den Schatten. Egal, wo K.I.T.T. parkt, er lockt Menschentrauben an, Kinder und Erwachsene, die ihre Nasen an die Scheiben kleben und staunen, dass auch das Innere des Autos ein echter Kult ist.



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