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Rathaus-Umbau: Politiker befürworten große Lösung

"Wir wollen den Ratssaal unbedingt bekommen"

Obernkirchen (mld). Der Bauantrag für den Umbau des Obernkirchener Rathauses soll auch den Anbau eines Rats- und Bürgersaals beinhalten. Damit haben sich die Teilnehmer des Ausschusses für Finanzen, Organisation und Personal bei der jüngsten Sitzung einstimmig für eine große Rathaus-Lösung ausgesprochen.

veröffentlicht am 20.11.2008 um 00:00 Uhr

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"Mit dem Bauantrag für beide Bauabschnitte signalisieren wir nach außen, dass etwas in Obernkirchen gemacht wird", so die Hoffnung von Thomas Mittmann (SPD). Geplant war bisher lediglich der Antrag für den ersten Bauabschnitt, der die Modernisierung des Altbaus, die Schaffung eines behindertengerechten Zugangs, die Einrichtung eines Bürger-Informationsbereiches und den Anbau einer Fluchttreppe an der westlichen Seite des Gebäudes am Marktplatz 4 vorsieht. Nach einstimmigem Beschluss der Ausschuss-Teilnehmer soll der Bauantrag nun auch den zweiten Bauabschnitt beinhalten. Heißt: Beim Umbau des Rathauses sollen die baulichen Voraussetzungen geschaffen werden, um einen erdgeschossigen Rats- und Bürgersaal sowie einen Außenfahrstuhl zu einem späteren Zeitpunkt am Rathaus anzubauen. "Wir wollen den Ratssaal unbedingt kriegen", sprach sich Mittmann für die große Lösung aus. "Von mir aus können wir den ersten Spatenstich morgen früh um acht Uhr setzen", war Gruppensprecher der CDU/WGO, Martin Schulze-Evert, seiner Meinung. Ein altes Problem bleibt: die Finanzierung. Die große Lösung würde die Stadt 1,46 Millionen Euro kosten, so die Berechnung der Architektin Tatjana Hallmann vom Architekturbüro CAD-Line. Etwa 810 000 Euro würden für den Umbau anfallen; inklusive Kosten für die Ingenieurs- und Architektenarbeit - allerdings noch ohne Kosten für die Technik und die neue Einrichtung der Räume - würde sich die Summe auf etwa eine Million Euro belaufen. "Die Bausumme haben wir in den letzten zwei Jahren für den Umbau zurückgelegt", zeigte sich Schulze-Evert optimistisch bei der Finanzierungsfrage. Das Geld sei da, nun müsse es auch sinnvoll angelegt werden. "Wir haben das Volumen für den Bau fast zusammen", bestätigte auch Stadtkämmerer Wolfgang Seele auf Nachfrage unserer Zeitung. In den Haushaltsplanungen der letzten Jahre habe man bestimmte Summen für den Umbau schon einkalkuliert. Und auch in den Haushaltsplanungen für das nächste Jahr belege das Rathaus einen Posten. "Dennoch ergeht der Auftrag an die Verwaltung, Fördertöpfe des Landes und der EU ausfindig zu machen", so Seele. Fördermittel würden nicht nur für den ersten Bauabschnitt gesucht, sondern auch für den Rathaus-Anbau. Dieser 460 000-Euro-Posten soll gänzlich aus Fördertöpfen finanziert werden. Doch daran arbeite die Verwaltung bereits "mit Volldampf", versicherte Seele. Doch zunächst muss, nachdem der Antrag den Verwaltungsausschuss und den Rat passiert hat, die Baugenehmigung für den ersten Bauabschnitt erteilt werden.



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