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Ratsfrau Sabine Tatge: Integrative Schulen haben Modellcharakter

WIR will Kinderbetreuung intensivieren

Rodenberg (oke). Die Vertreter der Wählerinitiative in der Region (WIR) Rodenberg und Umgebung haben sich viel vorgenommen. Auf einer öffentlichen Sitzung stellten die WIR-Mitglieder um Ratsfrau Sabine Tatge ihre Forderungen und Vorschläge zur aktuellen Samtgemeindepolitik vor. Besonderes im Bereich der Kinderbetreuung und Schulbildung bestehe noch Verbesserungspotenzial.

veröffentlicht am 08.03.2007 um 00:00 Uhr

Die Mitglieder der WIR-Gruppen in der Samtgemeinde Rodenberg seh

Vier Schwerpunkte haben sich die WIR-Gruppen bei ihrer Gründung vor etwa einem Jahr in den Samtgemeinden Rodenberg und Bad Nenndorf gesetzt. Außer der Umwelterhaltung, der sozialen Sicherung und der Kulturgestaltung stehen derzeit vor allem die Verbesserung des Kinderbetreuungsangebots und die Optimierung der Bildungsangebote auf der Agenda. Sabine Tatge, Ratsfrau im Samtgemeinderat Rodenberg,ärgert vor allem die mangelnde Auswahlmöglichkeit, die sich Eltern bei der Wahl der Schule für ihre Kinder bietet. In ihren Augen stellen insbesondere integrative Schulen eine hervorragende Alternative zum konventionellen Schulangebot dar. Zwar sei die Entwicklung hin zu einem so diversifizierten Schulsystem langwierig. Dennoch wolle sich WIR langfristig für einen Wechsel stark machen. Die Zusammenarbeit mit den FDP- und SPD-Ratsfraktionen sei bisher außerordentlich gut, weshalb man hierfür durchaus Grund zur Hoffnung habe. "Wir müssen nicht nach Bayern gucken, um gute Schulbildung zu sehen", ergänzt Elke Herger von der Apelerner Gruppe hinsichtlich der guten Beurteilung der IGS Stadthagen, die für die WIR-Mitglieder Modellcharakter besitzt. Die Kinderbetreuung in Rodenberg sei hingegen allgemein zufriedenstellend. Der Bericht von Martina Schrader, Erzieherin im Integrativen Kindergarten Rodenberg, zur aktuellen Versorgungslage mit Kinderbetreuungsplätzen zeige, dass man in der Kommunalpolitik in Rodenberg die Prioritäten richtig gesetzt hat. "Aber es geht natürlich immer besser", so Tatge. Der jüngste Schritt in diese Richtung sei die Beantragung des so genannten Brückenjahres, das von den Mitgliedern jedoch noch mit Skepsis betrachtet wird. Eine Überprüfung der Risiken und Chancen insbesondere bei der Bereitstellung von Lehrpersonal werde man jedoch vornehmen. Die Flexibilisierung derÖffnungszeiten der Freibäder in Lauenau und Rodenberg ist ebenso ein Anliegen der Initiative. Besonders an schönen Sommertagen müsse eine Öffnung bis 21 Uhr möglich sein. Über Finanzierung und Durchführbarkeit müsse zwar noch beraten werden, jedoch plant WIR eine Befragung der Schwimmbadgäste, um den Bedarf nach einem solchen Angebot abschätzen zu können.



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