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Qualitätsstandards für neue IGS

"Wir wechseln nicht nur das Türschild aus"

Rodenberg (bab). Eine "Schule für alle Schüler", in der gefördert und gefordert wird, bereitet die Planungsgruppe für die künftige IGS Rodenberg vor. Das Ganztagskonzept steht ebenso wie das Raumkonzept, das Leitbild ist formuliert und die Ausarbeitung der Qualitätsstandards steht vor dem Abschluss.

veröffentlicht am 18.11.2008 um 00:00 Uhr

Die Planungsgruppe arbeitet an der strukturellen und inhaltliche

Eltern, Lehrer aus unterschiedlichen Schulen, Schüler und engagierte Personen aus anderen Bereichen sind in der 30-köpfigen Planungsgruppe dabei, die Stadtschule Rodenberg zur IGS umzuplanen. Sie leistet die Vorarbeit für die offizielle Planungsgruppe, die von den Schulbehörden zum 1. Februar eingerichtet werden wird, wie Stadtschulleiterin Brigitte Naber erklärt. "Wir sind mitten im Planungsprozess". "Eine völlig neue Schule" entstehe, sagt Naber, "wir wechseln nicht nur das Türschild aus". Die völlig neue Schule wird künftigen Fünftklässlern aus den Samtgemeinden Rodenberg und Nenndorf offen stehen sowie im erweiterten Bezirk denjenigen aus der Samtgemeinde Lindhorst. Als Integrierte Gesamtschule unterrichtet die Rodenberger Einrichtung Schüler mit allen Empfehlungen. Mit dem ersten Gesamtschuljahrgang werden auch neue Lehrer an die Schule kommen, da entsprechend auch Gymnasiallehrer zur Verfügung stehen müssen. Die Jahrgänge, die vor 2009 an die Stadtschule kamen, werden als Haupt- und Realschüler sukzessive ausgeschult, sodass IGS-Jahrgang für IGS-Jahrgang in den kommenden Jahren nachwächst. Eltern aus den Samtgemeinden Nenndorf und Rodenberg, die weiterhin die klassischen Schulen der Dreigliedrigkeit bevorzugen, können ihre Kinder zur Haupt- oder Realschule nach Lindhorst schicken respektive zum Gymnasium. Naber bietet allen Eltern, die noch Beratungsbedarf haben, an, sich in der Schule oder bei der Elterninitiative beraten zu lassen, Telefon (05723) 9 46 20. Besonders auch inhaltliche Fragen zur Konzeption werden dort beantwortet. Die Planungsgruppe hat dazu bereits detaillierte Vorstellungen entwickelt. Die Mitglieder stehen mit bereits bestehenden IGS in Kontakt, um aus deren Erfahrungen zu schöpfen. Fortbildungen unterstützen die Lehrer, künftige Anforderungen zu erfüllen. Naber kann dabei auf das "motivierte Kollegium" der Stadtschule zählen. Ziel ist es, künftig Fächer sinnvoll zu vernetzen, um kooperatives und differenziertes Lernen zu gewährleisten. "Wir haben sieben Qualitätsbereiche entwickelt", sagt Stadtschullehrer Harald Korte. Dazu gehöre, individuelles Lernen und die Kompetenzenentwicklung der Schüler zu stärken ebenso wie deren Zukunftsgestaltung und Berufsperspektiven zu entfalten. Eine Schulkultur, in der Schüler sich wohlfühlen und als Menschen mit unterschiedlichen Stärken begriffen werden, wird angestrebt. "Fordern und Fördern" der Talente soll die fachlichen und sozialen Kapazitäten der Schüler ausbauen. Dafür beantragt die Schule eine teilweise offene Ganztagsschule, die an drei Nachmittagen ein verlässliches Angebot vorhält. Verpflichtender Fachunterricht, freiwillige und verbindliche Arbeitsgemeinschaften sowie der unterlegte Forder- und Förderzeitraum mit Arbeits- und Übungsstunden sollen ineinandergreifen. Dabei will die Planungsgruppe die bereits bestehenden Kompetenzen der Schule nutzen. "Wir haben die Chance, die guten Dinge der Schule mit aufzunehmen und ein eigenes Profil zu entwickeln", fasst Naber den Prozess zusammen.



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