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Kindheitserinnerungen werden wieder wach: Altstadtbuttjer feiern in Rinteln ihr Wiedersehen

"Wir waren es, die die Bande knüpften"

Rinteln (who). Die Rintelner Altstadt ist früher ein Mikrokosmos gewesen, in dem jeder jeden gekannt hat und bei dessen Bewohnern starker Zusammenhalt geherrscht hat. Besonders in der Brennerstraße muss das der Fall gewesen sein, denn das klingt immer wieder durch beim Treffen von über 60 ehemaligen Buttjern, die ihre Kindheit in den Straßen innerhalb der Stadtmauern verbracht haben.

veröffentlicht am 07.06.2008 um 00:00 Uhr

Inzwischen sind die Altstadtkinder erwachsen geworden - doch die

Seit 1992 haben sich die Brennerstraßenkinder im Rhythmus von zwei bis drei Jahren getroffen, um gemeinsame Erinnerungen an "eine unkomplizierte und schöne Zeit" wach zu halten, erklärt Friedrich-Wilhelm Hoppe, als sich die Ehemaligen-Schar im großen Partyraum von Herbert Lehmeier zusammengefunden haben, um von den schönen Zeiten zu schwelgen. In Rinteln haben die früheren Kinder trotz eingeschränkter Verhältnisse während der Kriegs- und Nachkriegszeit herrlich unbeschwerte Jahre verbracht, lässt Hoppe anklingen. Ein sicheres und behütetes Umfeld haben sie gehabt, in dem viel Raum war für harmlose Jugendstreiche. Das ist auch nicht viel anders gewesen, als sich Rintelns Einwohnerzahl durch Heimatvertriebene und Evakuierte aus zerbombten deutschen Großstädten nach Kriegsende schlagartig auf rund 12 000 verdoppelt hatte. "Wir sind alle einfach noch mehr zusammengerückt." In der Schule ging das einfach. Vor allem mit Brettern, mit denen die Gänge zwischen den Bankreihen überbrückt wurden, sodass bis zu 80 Kinder vor den Lehrern in den Klassenzimmern Platz gefunden haben. Und dafür, dass auch das Zusammenrücken der Ureinwohner und der Zuzügler klappte, sorgten die Altstadtkinder. "Wir waren es, die die Bande knüpften", erinnerte Hoppe. Eigentlich habe das Treffen das letzte in diesem Umfang sein sollen. "Wir sindälter und weniger geworden und etliche haben den Löffel schon abgegeben", drückt er es aus mit seinem typisch herben Charme und wie nur er es sagen darf, ohne dass es ihm jemand verübelt. Bevor die Brennerstraßenkinder den Faden aufnehmen, um Bilder von erlebten Geschichten zu weben, gibt er ein Signal, das eine weitere Auflage des Treffens vermuten lässt: In zwei oder drei Jahren oder zwischendurch in kleinerem Rahmen...?



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