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Arbeiterwohlfahrt sieht im Familienzentrum viele Chancen / Weitere Kooperationspartner gesucht

"Wir stehen hier noch ganz am Anfang!"

Landkreis (tes). Das Familienzentrum der Arbeiterwohlfahrt (Awo) in der Bahnhofsstraße 27 in Stadthagen füllt sich mehr und mehr mit Leben. In dem frisch renovierten Gebäude entsteht eine Zentrale für alle Belange rund ums Familienleben. Kinder und Eltern sind zu einem Besuch eingeladen. Zudem steht die Tür für weitere Partner off en.

veröffentlicht am 02.09.2008 um 00:00 Uhr

Dem Familienzentrum fehlt noch ein großes Hinweisschild: Awo-Kre

Nach dem Motto "Unter einem Dach" bringen die Kooperationspartner Stadt, Kinderschutzbund Schaumburg und Awo-Kreisverband jeweils ein vertraglich definiertes Angebot an Hilfen ins Familienzentrum ein. Die Awo hat mit ihren Projekten Schwangeren-, Migrations- und Integrationsberatung sowie der Vermittlung von Familienhebammen und der Unterstützung bei Anträgen für Eltern-Kind-Kuren zwei Räume im Erdgeschoss bezogen. "Wir haben schon immer für ein Familienzentrum plädiert", verdeutlichte Awo-Kreisgeschäftsführerin Heidemarie Hanauske das Ziel, in Stadthagen einen Anlaufpunkt für Familienfragen jeglicher Art zu schaffen. Dank 20 zusätzlicher Wochenstunden für das Personal könne die Awo hier zeigen, dass sie sich nicht nur für Migranten und Senioren einsetze, sondern auch für Kinder. Das Konzept sei gemeinsam mit den beiden Partnern abgestimmt worden. "Hier wird Vernetzung gelebt", nennt die Awo-Geschäftsführerin den Vorteil dieser Kooperation. "Sämtliche Informationen sind hier erhältlich." Die Konstellation mit Kinderschutzbund und Awo sei auch von der Stadt Stadthagen als sehr sinnvoll empfohlen worden. Trotz der Gemeinschaft wahrt jede Organisation ihre Identität. Die beteiligten Vereine und die Stadt arbeiten jeweils eigenständig, kooperieren jedoch miteinander. "Wir stehen hier noch ganz am Anfang", sagt Hanauske. Um so bedauerlicher sei der Weggang der Koordinatorin. "Diese hätte jetzt in die inhaltliche Arbeit starten können." Bis diese Stelle neu besetzt ist, stocke das Vorhaben, das Familienzentrum bekannter zu machen. Im Moment werden die Ratsuchendenüber die Terminvergabe noch gezielt ins Familienzentrum gesteuert. Bis sich dieser Standort bei allen Familien als kompetente Adresse zur Selbsthilfe herumgesprochen habe, sieht Hanauske noch Handlungsbedarf. "Die Einrichtung muss sich noch etablieren." Um die Menschen mit den Angeboten vertraut zu machen, setze das Team im Familienzentrum auch auf Veranstaltungen - wie das gut besuchte Sommerfest. Insbesondere zum Schwerpunkt Integration seien gezielte Aktionen nötig, betont die Awo-Geschäftsführerin. "Für Migranten ist es noch ungewohnt einen Ort vorzufinden, an dem man Großfamilien die Tür öffnet." Für die nahe Zukunft äußert Hanauske drei Wünsche: Eine neue Koordinatorin, mehr Besucher und weitere Partner mit ins Boot holen. "Wir wollen nicht nur ein Netzwerk aus Kinderschutzbund und Awo bleiben." Für eine weitergehende Zusammenarbeit kämen zum Beispiel die Kirchen, Caritas, Kindergärten und die Alte Polizei infrage. Zudem könne das Jugendamt hier Sprechstunden anbieten. Die räumlichen Voraussetzungen seien allemal gegeben.

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