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"Roncalli"-Chef Bernhard Paul im Dewezet-Interview

"Wir sind ein rollendes Museum"

veröffentlicht am 03.12.2014 um 14:18 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:30 Uhr

Roncalli-Direktor Bernhard Paul als Clown Zippo. Foto: fn

Hameln (). Zirkusdirektor Bernhard Paul hat vor fast 40 Jahren Roncalli gegründet. Im Interview mit der Dewezet spricht er über Kurskorrekturen, Nostalgie – und erzählt, was die Leute in Hameln erwartet. Lotta Drügemöller hat mit ihm geredet.

Herr Paul, Sie haben einmal gesagt: Der Zirkus stirbt. Das ist jetzt zwanzig Jahre her. Ist der Zirkus schon tot?

Ja. Wir sind ein rollendes Museum. Ich hab das damals einfach schon gewusst, die ganzen Vereine von Zirkusfreunden haben mich bekriegt: „Was der für‘n Blödsinn redet.“ Aber: Es gibt keinen Zirkus Sarrasani mehr, keinen Zirkus Barum, es gibt keinen Zirkus Althoff und keinen Zirkus Busch. Die haben alle damals gespielt, und die Liste ist noch viel länger.

Gibt es dennoch etwas, das Sie optimistisch stimmt?

Das hat mit meinem biologischen Alter zu tun, solange ich durchhalte, werde ich den Zirkus auch rüberbringen, aber… Die Zeiten ändern sich und man muss sich auch ändern. Das ist ein bisschen wie auf einem Schiff. Ich kann mich nicht in ein Schiff setzen, den Kurs einstellen und dann fahren - es muss Kurskorrekturen geben, sonst fährt man irgendwann gegen ein Riff!



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