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Seniorenweihnachtsfeier: Gelungener Neuanfang in der Begegnungsstätte

"Wir reden immerüber das Geld, in Wahrheit aber fehlt es an Vertrauen"

Bückeburg (jp). Neuer Ort, neue Zeit: Erstmalig waren dieälteren Bückeburger nicht mehr am zweiten Weihnachtsfeiertag, sondern am vierten Adventssonntag zur Weihnachtsfeier für Senioren eingeladen. Auch fand die Feier nicht mehr im Rathaussaal statt, sondern erstmals in den Räumen der Begegnungsstätte in der Herderstraße. "Unsere Teilnehmerzahlen erlauben es, die Feier hier zu veranstalten", erklärte Heike Sareyka, Leiterin der Einrichtung.

veröffentlicht am 23.12.2008 um 00:00 Uhr

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In den letzten Jahren sind die Teilnehmerzahlen bei der Weihnachtsfeier, die ursprünglich einmal für Ältere und Alleinstehende aus der Kernstadt konzipiert worden war, stetig zurückgegangen. Ursprünglicher Zweck: Alleinstehende Senioren sollten an den Weihnachtsfeiertagen nicht allein zu Hause sein. 55 Personen hatten sich dazu in diesem Jahr angemeldet. "Ich habe vor 17 Jahren noch mit 150 Gästen angefangen", erinnerte sich Heike Sareyka. Doch mit den Jahren haben sich auch die Interessen derälteren Bückeburger verlagert. So werde zum Beispiel die Anzahl von Angehörigen der Generation, die Angehörige im Zweiten Weltkrieg verlor, immer geringer. Daher habe auch der zweite Weihnachtsfeiertag als Veranstaltungstag an Anziehungskraft verloren, weshalb man sich jetzt zu dem Neuanfang inder Begegnungsstätte am vierten Adventssonntag entschloss. Trotzdem braucht an Weihnachten selbst keinälterer Bückeburger allein zu bleiben: "Heiligabend und an den Weihnachtsfeiertagen wird die Begegnungsstätte dank ehrenamtlicher Hilfskräfte geöffnet haben." Eröffnet wurde die Feier, die von der Stadt und dem Deutschen Roten Kreuz getragen wurde, von Bürgermeister Reiner Brombach. Er wies auf die derzeit alle Schlagzeilen beherrschende Weltwirtschaftskrise hin. Bei allen Hiobsbotschaften dürfe aber nicht vergessen werden, dass Deutschland seit mittlerweile 63 Jahren in Frieden und Freiheit lebe und zuvor auch schon sehr viel schlimmere Zeiten durchlebt habe. Ausdrücklich dankte Brombach den Organisatoren und Helfern der Seniorenweihnachtsfeier. In einer kurzen Andacht ging Pastor Klaus Zastrow, auf den Begriff Vertrauen ein. "In der Weihnachtsgeschichte hören wir kein uraltes Märchen, sondern unsere eigene Sehnsucht nach Vertrauen." Das Fehlen dieses Vertrauens habe auch die derzeitige Krise verursacht. "Wir reden immer über Geld, in Wahrheit aber fehlt es an Vertrauen. Ist dieses Vertrauen nicht da, bricht unsere Wirtschaft zusammen." Das Vertrauen, so Zastrow, mache alles lebendig. Musikalische Unterhaltung steuerten der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Thorwald Hey an der Orgel und das Bückeburger Munharmonika-Ensemble bei.



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