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"Zusammenrücken und dahinter stehen": Die Dorferneuerung funktioniert nur, wenn viele mitmachen

"Wir müssen die öffentlichen Geldmittel auch nutzen"

Vehlen (jaj). Einen weiteren Schritt in Richtung "Dorferneuerung" hat der Arbeitskreis zusammen mit Vehlener Bürgern getan: Bei einem Rundgang durchs Dorf wurden mögliche Projekte in Augenschein genommen und Fragen rund um die Teilnahme geklärt.

veröffentlicht am 13.11.2008 um 00:00 Uhr

Wolfram von Lange

Eine wichtige Voraussetzung für die erfolgreiche Bewerbung machte Wolfram von Lange vom Institut für Stadt und Regionalplanung in Hannover schon in seiner Einführung deutlich: "Die örtliche Gemeinschaft muss zusammenrücken und hinter dem Vorhaben stehen", verdeutlichte er. Nur so habe der Antrag Aussicht auf Erfolg. Und Möglichkeiten zur Teilnahme am Projekt bieten sich auch für Privathaushalte in vielfältiger Form. "Ein neues Dach, neue Fenster oder auch eine Fassadensanierung fallen unter die förderungsfähigen Maßnahmen", erläuterte Volker Wehmeyer. "Eigentlich werden alle Investitionen gefördert, die zumErhalt des Gebäudes beitragen", fügt er hinzu. Die finanzielle Unterstützung könne dabei bis zu 25 000 Euro pro Projekt betragen. Im Bereich deröffentlichen Vorhaben, die im Normalfall etwa die Hälfte aller Maßnahmen ausmachen, ist die Energieeinsparung ein wichtiger Punkt. So wäre zum Beispiel die Installation eines Blockheizkraftwerks denkbar, mit dem die Kirche, das Dorfgemeinschaftshaus und die Feuerwehr gleichzeitig geheizt werdenkönnten. Doch auch Vehlens Angebot im Bereich Tourismus und Naherholung könnte mit der Teilnahme des am Programm "Dorferneuerung" gefördert werden. So könnte man einen Rundweg um Vehlen im Zusammenhang mit dem Radwanderweg einrichten, schlug von Lange vor. "Auch wenn noch nicht endgültig überdie Teilnahme am Projekt entschieden ist, ist es wichtig, sich schon jetzt über mögliche Maßnahmen Gedanken zu machen", erläuterte auch Ortsbürgermeister Werner Harder. Informationen zu dem Programm und zu förderungsfähigen Vorhaben gibt es sowohl bei ihm, als auch bei allen anderen Mitgliedern des Arbeitskreises. Eventuell wird in nächster Zeit auch eine Sprechstunde eingerichtet, in der sich die Bürger gezielt informieren, und über ihre persönlichen Möglichkeiten zur Nutzung der Förderung beraten lassen können. "Wir dürfen diese Chance nicht ungenutzt lassen, und müssen die Fördermittel der öffentlichen Hand nutzen", appelliert von Lange nochmal an alle Einwohner. "Denn Vehlen ist ein Dorf mit Zukunft".



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