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Die Neuen im Rat: Ortsvorsteher Wilhelm Riebe wird mit 115 Stimmen in den Rat der Gemeinde Auetal gewählt

"Wir müssen der Dorfflucht etwas entgegensetzen"

Schoholtensen (la). "Vor fünf Jahren hat Siegbert Held bei mir angefragt, ob mich die WGS als Ortsvorsteher für Schoholtensen vorschlagen darf. Dem habe ich zugestimmt und übe dieses Amt seitdem gern aus", berichtet Wilhelm Riebe. Schließlich lege ihm, als waschechtem Schoholtenser, das Dorfleben sehr am Herzen.

veröffentlicht am 30.10.2006 um 00:00 Uhr

Der 44-Jährige ist seit 1978 Mitglieder der Ortsfeuerwehr Schoholtensen, war acht Jahre lang Gruppenführer und ist seit zwölf Jahren Ortsbrandmeister. "Da engagiert man sich auch über das Feuerwehrwesen hinaus für das Dorf", stellt Riebe fest. Vor fünf Jahren ist Wilhelm Riebe schließlich auch in die WGS eingetreten. "Das musste ich schon, da mich die WGS ja auch als Ortsvorsteher vorgeschlagen hatte", berichtet Riebe. Bei der Gemeinderatswahl 2006 habe er dann auch für die WGS kandidiert. "Mein Ziel war es zwar nicht, Gemeinderatsmitgliedzu werden, aber schließlich wollte ich Ortsvorsteher bleiben", begründet Riebe seinen Entschluss. Da er auf dem letzten Listenplatz stand, rechnete er nicht mit einer Wahl zum Ratsherren. "Ich war dann aber angenehm überrascht, dass mich 115 Bürger gewählt haben." Besonders am Herzen liegen ihm natürlich das östliche Auetal und das Feuerwehrwesen. "Wir müssen uns für einen Geh-Radweg zwischen Altenhagen und Schoholtensen einsetzen, um die Verkehrssicherheit in diesem Bereich der L 443 zu verbessern", fordert Riebe. Außerdem müsse in den kleineren Ortschaften mehr investiert werden, um sie überlebensfähig zu machen. "Immer mehr junge Leute ziehen hier weg", stellt Riebe fest. Sie bekämen in ihren Heimatdörfern keine Bauplätze und auch die Arbeitsplätze würden fehlen. "Wir müssen der Dorfflucht etwas entgegensetzen", sagt Riebe. So müssten Lückenbebauungen ermöglicht werden und im Rehrener Industriegebiet weitere Firmen angesiedelt und damit Arbeitsplätze geschaffen werden. Als Gemeindesicherheitsbeauftragter und Ortsbrandmeister in Schoholtensen will sich Riebe verstärkt für die Feuerwehren einsetzen. "Hier ist in den vergangenen Jahren schon viel geschehen, um den Feuerwehren ihre schwere Arbeit zu erleichtern. Aber darauf darf man sich nicht ausruhen", so Riebe. Als Mitglied des Schützen- und Kegelvereins liegt Riebe natürlich auch das Auetaler Vereinsleben am Herzen. Wilhelm Riebe ist seit 1987 verheiratet und hat mit seiner Ehefrau Petra den 18-jährigen Sohn Christian. Seit 21 Jahren führt der Versicherungskaufmann das LVM-Büro in Apelern und arbeitet als LVM-Vertrauensmann.

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