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Planungen fertig / Am 1. Oktober beginnen die Arbeiten / Großteil soll noch dieses Jahr fertig werden

„Wir müssen Dampf machen am Weserkai“

Holzminden (bs). „Am 1. Oktober geht es los“, sagt Stadtmanager Ralf Schwager, „wir müssen jetzt Dampf machen am Weserkai“.

veröffentlicht am 03.09.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 04:41 Uhr

So soll der Weserkai in Holzminden nach den Umbauten aussehen. M
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Für 212 500 Euro wird die Weseransicht Holzmindens in den nächsten Monaten aufgepeppt – der Quartiersinitiative Niedersachsen sei Dank. Mit dem Konzept „Stadt im Fluss“ hatten die Holzmindener Macher den Wettbewerb des Sozialministeriums zum zweiten Mal gewonnen. In den vergangenen Monaten wurde geplant, was umgesetzt werden soll, wenn die Saison auf dem Weserradweg zu Ende geht.

„Das macht Sinn“, spielt Ralf Schwager auf das so erfolgreiche „Stadt im Fluss“-Motto an. Grünes Licht von der Politik hat der Stadtmanager für die Baumaßnahme am Weserkai bereits. Und er weiß auch viele mit im Boot: Der Arbeitskreis „Holzminden macht‘s“ ist wieder federführend dabei, das Stadtbauamt ist stark eingebunden, das Wasser- und Schifffahrtsamt informiert, die Gastronomen sind dabei und die Hochschule begleitet das Projekt einmal mehr wissenschaftlich.

Drei Projektbereiche werden in Angriff genommen: Der Weserkai wird umgestaltet, der verstrüppte Duftgarten oberhalb des Weserkais entrümpelt und neu gestaltet und auch der Platz vor Jugendherberge und Fährhaus attraktiver hergerichtet.

Umfangreiche Pflasterarbeiten sind sowohl auf der Weserpromenade als auch am Steinhof geplant. Wichtig: Die Schienen bleiben liegen, das Kopfsteinpflaster erhalten, aber der Asphalt verschwindet. Dafür werden an der Stützmauer und auf der Weserpromenade neue Steinbänke aufgestellt, die auch stimmungsvoll beleuchtet werden sollen. „Für die Bänke, vielleicht aus Wesersandstein, und auch für die Rosenstöcke an der Stützmauer, die vervollständigt werden sollen, suchen wir noch Sponsoren“, erklärt Ralf Schwager.

Geplant ist auf der Weserpromenade außerdem eine Infoplattform für Radwanderer, die dort alles Wissenswertes über Holzminden finden sollen. Wie der „Hingucker“ aussehen wird, steht noch nicht letztendlich fest, „da gibt es noch Diskussionsbedarf“, erklärt Schwager.

Zwei lebensgroße Beton-Figuren von Christel Lechner werden die Promenade bevölkern, eine Dritte soll am Hafeneingang stehen.

Der Duftgarten, inzwischen ziemlich zugewachsen, ist Punkt zwei auf der umfangreichen Liste. Die Bäume werden verschwinden und durch neue, die dem Platz besser gerecht werden, ersetzt. „Ohne Platanen wäre der Holzmindener Marktplatz nur halb soviel Wert“, zieht Ralf Schwager den Vergleich.

Die Kräuterbeete sollen neu gestaltet, die Umrandungen zu Sitzgelegenheiten werden. Eine neue, breite Treppe, öffnet den Garten zur Weser. Breiter wird auch die Treppe, die zum „Weserstübchen“ führt. Und das „Weserstübchen“ wird größer: Ein Biergarten ist an der Stützmauer geplant. Dazu Kinderspiele und Großspiele für Erwachsene. Noch darf diskutiert werden, ob es ein Bouleplatz sein soll oder ein Schachfeld. Der ganze Bereich wird natürlich beleuchtet, Schwager spricht von einem sehr atmosphärischen Beleuchtungskonzept.

Farblich neu gestaltet und beleuchtet werden soll die große Betonwand am Silo. Und bunt werden soll auch der Eisenbahntunnel. Kunstvolle Graffiti stellen sich die Macher hier vor. Das Freiwilligenzentrum „Courage“ wird sich hier mit einbringen.

Auf der anderen Seite des Tunnels, an der Jugendherberge, kommt zur Hafen- eine Strandbar hinzu, mit Palmen, Liegestühlen, Sonnensegel und Strandkörben – und einem Geländer, damit niemand in die Weser fällt. Die Böschung Richtung altem Hafen soll als Sitzgelegenheit ausgebaut werden. Und auf die Spitze Richtung Weser wird eine 2,90 Meter große Beton-Figur von Christel Lechner stehen. „Wir wollen eine Holzmindener Loreley als Eckpunkt des Hafens und Entree Holzmindens“, schmunzelt Schwager.

Den Hafen selbst fasst die Macherrunde allerdings noch nicht an. Das wäre ein eigenes, großes Projekt, gibt es am Hafeneingang doch Strömungsprobleme, die dazu führen, dass das Hafenbecken verschlammt. „Bis zum Jahresende wollen wir möglichst viel fertigstellen“, betont der Stadtplaner.

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