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Zehn Beamte arbeiten unter Hochdruck am Fall Barbara M. / Verdächtiger bestreitet Tatvorwurf weiter

"Wir meinen, dass wir den Richtigen haben"

Bückeburg (rc). Im Fall der erwürgten 49-jährigen Frau vom Bornbrink gibt es keine neuen Erkenntnisse. Der Tatverdächtige, der 42-jährige Maler und Lackierer Hans-Georg K., streitet nach wie vor die ihm zur Last gelegten Vorwürfe ab. Er sitzt seit der Vorführung vor den Haftrichter am Montagmittag wegen Totschlags-Verdachts in Untersuchungshaft und wurde am Dienstagmorgen von der Justizvollzugsanstalt Bückeburg nach Hannover verlegt. Nach weiteren Vernehmungen am Montagnachmittag und der erneuten Konfrontation mit den Ermittlungsergebnissen hat erum anwaltliche Vertretung gebeten, teilte die Pressesprecherin der die Ermittlung führenden Polizeiinspektion Nienburg-Schaumburg, Gabriela Mielke, auf Anfrage mit.

veröffentlicht am 18.10.2006 um 00:00 Uhr

Da der Verdächtige die Tat bestreitet, tappt die Polizei bei der Frage nach dem Motiv im Dunkeln. Ausgeschlossen wird eine Beziehungstat. Beide sollen sich gekannt haben, wie Hans-Georg K., der sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser gehalten hatte, derzeit aber in einem längeren Arbeitsverhältnis steht, gegenüber der Polizei eingeräumt hat. Um Indizien und Verdachtsmomente weiter zu verifizieren, sind insgesamt zehn Beamte im Einsatz. Sie recherchieren im Lebensumfeld des Opfers und des Verdächtigen nach belastenden, aber auch entlastenden Anhaltspunkten. Auch wenn die Nienburger Pressesprecherin feststellte: "Wir meinen, dass wir den Richtigen haben." Neben umfangreichen Untersuchungen in der Wohnung der Toten wurde auch die Wohnung des Verdächtigen nach Indizien durchsucht. Ob die Beamten dort fündig wurden, wird aus ermittlungstaktischen Gründen nicht mitgeteilt. Die Sprecherin bestätigte aber Recherchen unserer Zeitung, dass der Verdächtige nur wenige hundert Meter vom Tatort entfernt zusammen mit seiner Lebensgefährtin in einem Mehrfamilienhaus wohnt. Die Tote und die Lebensgefährtin des Verdächtigen sollen sich gut gekannt haben, zwischenzeitlich sogar befreundet gewesen sein, bestätigte die Pressesprecherin auf entsprechende Nachfrage unserer Zeitung weiter. Wann mit weiteren Ergebnissen zu rechnen ist, ist nach Darstellung der Pressesprecherin derzeit nicht abzuschätzen. Derzeit würden umfangreiche feingewebliche Untersuchungen sowie DNA-Analysen durchgeführt. Abgewartet werde müsse auch das Verhalten des Verdächtigen nach der anwaltlichen Beratung. Auch diese könne einige Zeit in Anspruch nehmen, da der beauftragte Anwalt zunächst Akteneinsicht nehmen müsse.

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