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FDP-Kandidatin Anke Blume liebt die häusliche Idylle mit ihrem Lebenspartner im Kranichfeld

„Wir leben glücklich vor uns hin“

Hameln. Ein versetztes Reihenhaus im Kranichfeld mit einer Wohnfläche auf drei Ebenen und einem idyllischen Garten – hier wohnt Anke Blume mit ihrem Lebensgefährten Thomas Franke auf 118 Quadratmetern. Seit 20 Jahren sind die Rechtsanwältin, die mit zwei Kollegen eine eigene Kanzlei betreibt und sich am 25. Mai für die FDP um das Amt der Oberbürgermeisterin bewirbt, und der Jugendrichter am Amtsgericht Hameln ein Paar. Spätere Heirat nicht ausgeschlossen, betonnen beide, doch mit einem Augenzwinkern räumt Thomas Franke ein: „Ich habe noch etwas Angst davor.“

veröffentlicht am 28.04.2014 um 10:07 Uhr
aktualisiert am 02.05.2014 um 11:59 Uhr

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Ihre Immobilie haben die gebürtige Hannoveranerin und der waschechte Hamelner 2001 erworben. „Es ist unser Rückzugsgebiet, ich kann hier alles fallen lassen. Die Probleme bleiben draußen.“ Auch das Berufliche ist im Hause Blume/Franke nur höchst selten ein Thema. „Wir schalten das Juristische aus und sehen zu, immer einen gemeinsamen Nenner zu finden. In den 20 Jahren haben wir uns nur einmal gestritten“, plaudert Thomas Franke aus dem Nähkästchen. Vielmehr nutzen sie ihre gemeinsame Zeit, um im Wohnzimmer – oft mit Freunden – neue Gesellschaftsspiele auszuprobieren oder DVDs zu schauen. Die Sammlung des Paares ist gigantisch. In ihrer behaglichen, hell eingerichteten Wohnküche im dritten Stock füllen zahllose Filme ein ganzes Regal. „Und unten, wo unser Flachbildschirm steht, haben wir noch viel, viel mehr“, berichtet die Hausherrin nicht ohne Stolz. Ihr bevorzugtes Genre: „Fantasy-Filme aller Art.“ Und auch mit dem Lesen von Büchern verbringt die Liberale, die als stellvertretende Vorsitzende für den FDP-Stadtverband Hameln verantwortlich zeichnet, viel ihrer spärlichen Freizeit. „Von schwerer Kost bin ich aber weg. Ich liebe historische Krimis“, verrät Anke Blume.

Das Fernseh-Programm wird nach Feierabend nur selten verfolgt. Und wenn dann doch, werden humoristische Sendungen eingeschaltet. „Wir haben beide ein Faible für Ironie, mögen besonders Dieter Nuhr. Und Kochsendungen“, bekennt die Kandidatin, die insbesondere an Wochenenden mit ihrem Lebensgefährten auch am Herd steht. „Wir kochen beide sehr gern und haben schon alles ausprobiert – vom Braten bis zur Weihnachtsgans“, erzählt Anke Blume. Ihr Lebensgefährte allerdings schränkt ein: „Wir kochen niemals gemeinsam, denn das ginge nicht gut, weil es jeder anders macht.“

Gemeinsam teilt das Paar jedoch die Leidenschaft für das Sammeln von Stofftieren. Die sind auf allen Wohnebenen in diversen Vitrinen ausgestellt. „Ein Relikt aus unseren Kindertagen. Und wir schenken uns auch heute noch gegenseitig welche, da sind wir immer noch kindlich genug“, sagt Anke Blume. Zudem beherbergt das Paar in seinem Haus 15 Wellensittiche und Kanarienvögel. Dafür haben Anke Blume und Thomas Franke im Keller eigens einen Raum geschaffen, in den sie eine Voliere gebaut haben, um ihren Tieren Bewegungsfreiheit zu geben. „Wir haben ein großes Herz“, erzählt Anke Blume. Und ihr Lebensgefährte ergänzt: „Wir sind quasi die Auffangstation für alle heimatlosen Vögel“. Allerdings räumt er ein, dass hin und wieder auch ein Wellensittich dazugekauft wird. Gerne hätte das Paar weitere Tiere, beispielsweise einen Hund. „Doch dazu haben wir beide keine Zeit“, erklären sie unisono.

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  • Anke Blume (Mi.) im Alter von 15 Jahren beim Schulausflug. pr

Auf wertvolle Möbel legt weder Anke Blume noch ihr Lebenspartner wert. Stolz berichten sie von einer uralten Coach, „die schon fast keinen Bezug mehr hat“, aber von der sich das Paar nicht trennen mag. „Ich fahre einen 22 Jahre alten Golf, und das reicht mir vollkommen“, erzählt der Jugendrichter und fügt hinzu: „Auch meine Stereoanlage ist so alt, dass ich sie wegen eines Wackelkontaktes immer rütteln muss, wenn wir Musik hören wollen.“ Dafür gibt das Paar viel Geld für Fahrten zu Musicals und Reisen aus – nach festem Ritual, denn die werden im Wechsel als Überraschungstouren gebucht; einschließlich des Kofferpackens. „Die Kleidung könnte ja sonst verraten, wo es hingeht“, begründet Blume, die gerade dabei ist, im Alter von 50 Jahren ihren Führerschein zu machen.

Und noch ein festes Ritual wird im Kranichfeld gepflegt: „Wenn ich nach Hause komme, klingel ich, denn ich mag es, wenn mir mein Schatz dann die Tür aufmacht“, sagt Anke Blume, die nach Erreichen ihres gemütlichen Heims stets in legere Kleidung schlüpft.



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