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Gemeinsame Aktion von Stadt und Kommissariat Holzminden / Anlass sind die Amokläufe

„Wir kommen vorbei und holen die Waffe ab“

Holzminden (fhm). Wer will, kann seine Waffe bei der Polizei abgeben. Stadt und Polizeikommissariat Holzminden machen den Menschen in der Kreisstadt ab sofort dieses Angebot.

veröffentlicht am 27.04.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 12:41 Uhr

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Die Abgabe der Waffen, so Holzmindens Polizeichef Uwe Lange, sei freiwillig und betreffe Menschen, die eine Waffe besitzen, aber sie nicht mehr haben wollen oder können. „Ein typischer Fall ist, wenn jemand eine Waffe von seinen Eltern erbt“, erklärte Lange. Jetzt kann man sich bei der Polizei melden, dass man die Waffe abgeben will. „Wir kommen dann vorbei und holen die Waffe ab.“ Ein Holzmindener hat schon von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht und einen 155 Jahre alten Revolver abgegeben.

Die Tragödien in Hornsen und Winnenden sind der Anlass für diese Aktion, erläuterte Polizeipräsident Hans Wargel. „Die Tatwaffe von Winnenden war eine legale Waffe.“ Er habe alle Waffenbehörden innerhalb der Zuständigkeit der Polizeidirektion Göttingen vor wenigen Tagen zum Gespräch gebeten, um diese freiwillige Aktion anzustoßen. Vorbild dafür sei der Landkreis Hildesheim, der dies schon vor einigen Wochen durchführte. Dort wurden 78 Waffen abgegeben. Dankbar sei er Holzmindens Bürgermeister Jürgen Daul, der sofort zugesichert habe, diese Aktion in der Kreisstadt zu starten.

„Wir als Stadt werden alle 800 Waffenbesitzer anschreiben und sie auf diese Möglichkeit hinweisen“, machte Daul die Unterstützung der Stadt deutlich. Es gehe um die Sicherheit aller Menschen. Besonderen dank richtete Daul an die Holzmindener Schützen, mit denen er im engen Kontakt sei und die ebenfalls diese Aktion begleiten. Eine Kooperation werde es auch bei diesem Thema mit der Staatsanwaltschaft in Hildesheim geben.

Er halte diese Aktion für wichtig und richtig, unterstrich Hans Wargel, unterstützt von Bernd Wiesendorf als Chef der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden. Die meisten Waffen, die Unheil anrichten, seien legale Waffen. Deshalb sollen alle Waffen, die nicht mehr benötigt oder gebraucht werden, durch die Polizei sichergestellt werde. „Die ersten Waffen, die wir schon haben, werden wie alle anderen, die noch abgegeben werden, von uns vernichtet“, sagte Uwe Lange.

Ein erster Holzmindener hat bereits einen 155 Jahre alten Revolver bei der Polizei abgegeben.



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