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Seit 1962 vertrauen Jagdgenossen den beiden Jägern Wittkopp in Marienau-Voldagsen

„Wir kommen super miteinander aus“

Salzburg (gro). Gut 550 Hektar groß ist die Feldjagd Marienau-Voldagsen, bejagd seit fast 50 Jahren von Friedrich und Günter Wittkopp. Das ist in Jagdkreisen schon außergewöhnlich, denn sonst wechseln Jagdpächter nach einer oder zwei Jagdperioden von je neun Jahren. „Wir kommen super miteinander aus und haben ein großes Vertrauensverhältnis zueinander“, beschreibt Friedrich Wittkopp das Verhältnis zu den Jagdgenossen. Über einen so langen Zeitraum ein und dieselbe Jagd zu bejagen erlaube auch den beiden Jagdpächtern Veränderungen festzustellen. „Früher war es eine absolute Niederwildjagd. Hasen und Rehe hätten die Jagd ausgemacht, heute seien es im Wesentlichen die Rehe und Wildschweine als Wechselwild. Ein viertel der Fläche werde mit Mais bebaut und unter diesen Feldfrüchten hätten Kräuter für das übrige Niederwild wie Hasen und andere Tiere kaum eine Chance zum Wachsen. Doch die Jäger hätten Verständnis für die Landwirte und daher gebe es zwischen ihnen als Jagdgenossen und ihm als Jäger ein ausgesprochenes gutes Verhältnis.

veröffentlicht am 17.03.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 00:21 Uhr

Zum Jagderfolg im letzten Jahr berichtete Friedrich Wittkopp in der Jahreshauptversammlung der Jagdgenossenschaft Marienau-Voldagsen, dass sieben Rehe, 15 Füchse und acht Wildschweine geschossen wurden. Bei einer Treibjagd sei es gefährlich zugegangen. Ein Keiler sei von Jagdhunden verfolgt worden. Erfolgreich habe sich das große Wildschwein gegen die Hunde gewehrt und vier Hunde schwer verletzt. „Sogar durch eine Hundeschutzweste hindurch verletzte er einen Hund mit seinen Hauern schwer und entschwand dann im Wald.“ Rotwild sei geschont worden. Ob es keine Rebhühner gegeben habe, wollte ein Jagdgenosse wissen. Da sie so selten seien, sei die Bejagung nicht angesagt, vielmehr der Schutz der Tiere, so Wittkopp.



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