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Sechs Rintelner Senioren-Einrichtungen gründen Pflegeverbund mit gemeinsamem Qualitäts-Konzept

"Wir können souverän gegen andere bestehen"

Rinteln (cok). Eigentlich stehen die Pflegedienste und Seniorenheime in Rinteln durchaus in Konkurrenz zueinander. Trotzdem aber haben sie sich nun zu einem "Pflegeverbund" zusammengeschlossen, um gemeinsam den Pflegestandort Rinteln zu repräsentieren und für Senioren und ihre Angehörigen so attraktiv wie möglich zu gestalten.

veröffentlicht am 30.10.2007 um 00:00 Uhr

Gemeinsam stark: Markus von Puttkamer (v.l.), Hellmuth Everding,

"Menschen, die in Rinteln leben und hier pflegebedürftig werden, die sollen auch in Rinteln bleiben", so Markus von Puttkamer, Leiter des Seniorenzentrums Berghof in Friedrichshöhe. "Deshalb betonen wir unseren hohen Qualitätsanspruch, dem wir uns alle gleichermaßen verpflichten. Unsere eigentliche Konkurrenz sind ja die entsprechenden Einrichtungen in Bad Eilsen, Minden oder Bückeburg. Wir hier in Rinteln können in vielerlei Hinsicht von einer Zusammenarbeit profitieren." Das beginnt mit dem neuen Flyer des "Pflegeverbundes Rinteln", derüberall in Arztpraxen, im Krankenhaus oder in Apotheken ausliegt und die sechs zum Verbund gehörenden Altenpflegeheime und ambulanten Pflegedienste vorstellt. Der Flyer soll potenziellen Kunden und ihren Angehörigen als Wegweiser dienen, damit sie gleich auf einen Blick alle in Frage kommenden Ansprechpartner vor sich sehen und die Adressen nicht wie bisher einzeln zum Beispiel aus dem Telefonbuch zusammensuchen müssen. Die ambulanten Pflegedienste arbeiten von jeher mit den Seniorenheimen zusammen und halten oft noch Kontakt zu den Menschen, die erst ambulant betreut wurden und dann in eines der Pflegeheime umzogen. Jetzt ist geplant, sich auch dann abzusprechen, wenn es zum Beispiel um Vortragsreihen geht, wie sie bisher das Pflegeteam "KiWi", der "Berghof" oder auch Ralf Ober vom "Reichsbund freier Schwestern" im Seniorenheim Landgrafenstraße anbieten. Auch wollen die Seniorenheime untereinander medizinische Geräte austauschen und überhaupt verstärkt den fachlichen Dialog pflegen. Im Mittelpunkt des Zusammenschlusses aber steht die Positionierung Rintelns auf dem Markt der Anbieter von stationären und ambulanten Pflegediensten in der Region. "Wir wollen uns nicht gegenseitig ausstechen, sondern für ein gemeinsames Konzept einstehen, das sich an den Bedürfnissen der pflegebedürftigen Menschen ausrichtet", so Ralf Ober. Dazu gehört die Selbstverpflichtung aller Beteiligten auf die vom Bundesgesundheitsministerium initiierte "Charta der Rechte hilfe- und pflegebedürftiger Menschen", eine Ausformulierung dessen, was angemessene Pflege auf hohem Standard ausmacht. Die "Charta"-Broschüre kann dabei als eine Art Qualitätsorientierung bei der Wahl einer Pflegeeinrichtung dienen. "Wir alle bieten umfassende individuelle Betreuung, die Bereitstellung individueller Leistungsangebote und eine hohe Fachlichkeit durch regelmäßige Fortbildungen für unsere Mitarbeiter", so Ober weiter. Auch die Kooperation mit Haus- und Fachärzten, Therapeuten, Krankenkassen, Behörden, den Kirchengemeinden und dem Hospizverein gehöre zum Konzept der im Pflegeverbund zusammengeschlossenen Partner. Wenn am 11. November in Rinteln die erste "Pflegemesse" stattfindet, wird sich der Pflegeverbund, zusammen mit anderen Rintelner Vertretern aus medizinischen Bereichen rund um die Physiotherapie, erstmals als Zusammenschluss derÖffentlichkeit präsentieren. "Rinteln kann in Sachen Pflegequalität souverän gegen andere Städte bestehen", erklärt auch Hellmuth Everding, Leiter des Steinberger Seniorenpflegeheimes Marienhof. "Wir wollen dafür sorgen, dass sich dieses bei allen Menschen, die auf der Suche nach einer guten Pflegeeinrichtung sind, herumspricht."



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