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„Wir hätten die Fahrer informieren müssen“

Springe (rom). Hunderte Autofahrer mussten in der Nacht zu gestern kilometerlange Umleitungen fahren, weil die Bundesstraße 217 bei Springe überraschend in beiden Richtungen voll gesperrt war. Grund für die Sperrung waren Bauarbeiten am Mittelstreifen der Fahrbahn. Die Autofahrer allerdings wussten von der Vollsperrung anfangs nichts. Meldungen im Radio liefen erst spät in der Nacht. Und eine Umleitung war gar nicht ausgeschildert. Die Folge: Auto- und Lastwagenfahrer strandeten vor der Baustelle und Ortsfremde riefen vor Verzweiflung die Polizei an.

veröffentlicht am 09.10.2009 um 20:26 Uhr

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Springe (rom). Hunderte Autofahrer mussten in der Nacht zu gestern kilometerlange Umleitungen fahren, weil die Bundesstraße 217 bei Springe überraschend in beiden Richtungen voll gesperrt war. Grund für die Sperrung waren Bauarbeiten am Mittelstreifen der Fahrbahn. Die Autofahrer allerdings wussten von der Vollsperrung anfangs nichts. Meldungen im Radio liefen erst spät in der Nacht. Und eine Umleitung war gar nicht ausgeschildert. Die Folge: Auto- und Lastwagenfahrer strandeten vor der Baustelle und Ortsfremde riefen vor Verzweiflung die Polizei an.
 „Das war eine chaotische Anfangsphase“, sagt Polizeihauptkommissar Lutz Fricke als Leiter des Einsatz- und Streifendienstes Springe am Tag nach der überraschenden Sperrung. Wiederholt hätten die Beamten Autofahrern am Hörer den Weg gewiesen.
 „Das ist nicht klasse gelaufen“, gesteht auch Markus Brockmann von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Hameln ein. „Wir hätten die Autofahrer informieren müssen.“ Doch: „Das ist uns durchgerutscht.“ Seine Behörde habe im Vorfeld nicht geahnt, dass die Arbeiten von 21 bis 6.30 Uhr nur unter einer Vollsperrung über die Bühne gehen konnten. „Und einen genauen Tag konnten wir auch nicht angeben“, sagt Brockmann. Denn die gelben Fahrbahnmarkierungen, die seit Donnerstagabend entlang der Baustelle die gelben Leitschwellen ersetzen, konnten nur bei trockenem Wetter verlegt werden. Und das kann kein Kachelmann lange im Voraus vorhersagen.
 Auch eine Umleitung habe nicht ohne weiteres ausgeschildert werden können. „Wir konnten den Schwerverkehr nicht durch Springe schicken“, so Brockmann. Also mussten alle ausweichen: Vom Abzweig Kaiserrampe bis nach Dahle oder in Richtung Hameln über Dörpe – stets über Nebenstraßen, die manches Navigationsgerät nicht kennt. Bei den Bauarbeiten in der Gemarkung Springe wird die Fahrbahn samt Straßenunterbau etappenweise erneuert. In einem ersten Schritt sind derzeit die zwei Spuren in Richtung Hameln an der Reihe. Für die weiteren Schritte, sagt Brockmann, müssten die Autofahrer aber mit keiner Vollsperrung mehr rechnen. Und bei der nächsten Teilsperrung werde es auch wieder eine Info an die Autofahrer geben. In Richtung derjenigen, die gestern durch die Nacht irrten, fügt er hinzu: „Es tut mir leid.“ Übrigens: Ursprünglich sollte die Vollsperrung zwei Nächte dauern. Doch die Arbeiten verliefen sehr flüssig.

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