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Evangelischer Besuchsdienst besteht 40 Jahre

"Wir geben Beistand, Trost und Zuwendung"

Obernkirchen (sig). Vor 40 Jahren haben sich in der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Frauen und Männer zusammengefunden, die helfen wollten - den Einsamen, den Kranken, den aus vielerlei Gründen Hilfsbedürftigen und auch den Sterbenden.

veröffentlicht am 26.09.2007 um 00:00 Uhr

Pastor Gert Stührmann begrüßte Erika Libuda (l.) und Gerda Becke

Die seit diesem Zeitpunkt bestehende Gemeinschaft, in der es natürlich auch zahlreiche Wechsel gab, stand am Sonntag im Mittelpunkt eines Gottesdienstes in der Stiftskirche. Dazu erschien Pastor Gert Stührmann extra aus Hannover, der im Bereich der Landeskirche für diese Besuchsdienste zuständig ist. Pastor Wilhelm Meinberg nahm die Gelegenheit wahr, die anwesenden Mitglieder des Besuchsdienstes den Gottesdienstbesuchern vorzustellen und ihnen für ihren Einsatz zu danken. Und deren Leiterin, Erika Libuda, nutzte die Möglichkeit, auf die Historie und die Arbeit dieser Gemeinschaft einzugehen. Hildegard Knoche habe auf Anregung der damaligen Seelsorger Wilhelm Steffens und Horst Struckmeier in Obernkirchen - als der ersten Gemeinde des Kirchenkreises - den Besuchsdienst eingeführt und geleitet. Seit 1986 war Gerda Becker für den Hausbesuchsdienst zuständig und Erika Libuda für diejenigen, die Menschen in den verschiedenen Heimen aufsuchen. Inzwischen sind beide Kreise unter der Leitung von Erika Libuda zusammengefasst. Pastor Gert Stührmann ging in seiner Predigt darauf ein, dass die Anregungen zu einem solchen selbstlosen Einsatz eigentlich aus den Vereinigten Staaten kommen. Gerade für alte, kranke und einsame Menschen sei diese Tätigkeit außerordentlich segenreich. Diese Menschen seien besonders dankbar, so Stührmann weiter, für die Chance zu vertrauensvollen Gesprächen, die sie ein Stück der Isolierung entreißen, und für liebende Zuwendung. Auf dem Wege dorthin gebe es auch immer wieder Selbstzweifel, nicht zuletzt in Glaubensfragen. "Letztlich aber haben Sie sich getraut und zu einem wichtigen Beziehungsnetz in der Gemeinde beigetragen", lobte er den Besuchsdienst. Im Anschluss an den Gottesdienst gab es einen Empfang in der "Roten Schule", an dem auch zahlreiche ehemalige Mitarbeiter des Besuchsdienstes teilnahmen. "Unsere Arbeit ist unspektakulär und doch so wichtig für den einzelnen Menschen und für die Gemeinschaft", erklärte Erika Libuda schließlich abschließend.

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