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Und: Mehr Parkplätze auf dem Marktplatz / Verkehrsleitkonzept vom Einkaufszentrum Rösertor

"WIR": Fußgängerzone sechs Monate öffnen

Obernkirchen (rnk). Für eine Öffnung der Fußgängerzone bezieht der erste Politiker öffentlich und deutlich Stellung: Bernd Kirsch, Pressesprecher von "WIR" plädiert für eine testweise Öffnung von mindestens sechs Monaten. Dafür schlägt Kirsch das kommende Frühjahr vor.

veröffentlicht am 02.09.2008 um 00:00 Uhr

Bernd Kirsch

In diesem Monat wird das geplante Einkaufszentrum Rösertor seiner Bestimmung übergeben. Grund genug für Kirsch, sich mit der zentralen Position des Marktplatzes zu befassen. Nach Geschäftsschluss, insbesondere an den Wochenenden, werde hier außerhalb der markierten Stellplätze gehalten oder geparkt - vielleicht, um bei schönem Wetter die eine oder andere Gaststätte zu besuchen und den Tag bei einem kühlen Getränk ausklingen zu lassen. Kirsch: "Das ist für mich ein Zeichen dafür, dass wir an der Parkplatzsituation auf dem Marktplatz etwas ändern sollten: die Ausweisung weiterer Parkplätze vor der Bücherei und gegebenenfalls neben dem Brunnen." Dies sei mit geringem Aufwand möglich. Hierbei müsse "natürlich" die Situation der regelmäßigen Markttage berücksichtigt werden: an den beiden Markttagen, also am Dienstag und Freitag, dürfe auf den zusätzlich ausgewiesenen Parkplätzen nicht geparkt werden, um den ordnungsgemäßen Marktbetrieb nicht zu beeinträchtigen. Auch wenn es einige Bedenken zurÖffnung der Friedrich-Ebert-Straße, zur Fußgängerzone also, gebe, sollte die Öffnung im Zusammenhang mit dem geplanten Parkleitkonzept für Obernkirchen zumindest testweise für einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten angegangen werden, schlägt der WIR-Politiker vor. Dies sei auch wiederholt von den ansässigen Unternehmern gefordert worden. Kirsch: "Vielleicht gelingt es uns so, wieder Gewerbetreibende in der Innenstadt anzusiedeln. Hierzu ist jedoch auch die Mitarbeit und Flexibilität der Eigentümer erforderlich." Ihm schwebt hier ein Parkleit- und Verkehrsleitkonzept vor, beginnend beim demnächst neu geöffneten Einkaufszentrum Rösertor: "Nachdem dort erste Einkäufe erledigt wurden, fährt der Kunde weiter zum Bornemannplatz, zur Langen Straße, zum Marktplatz und in die Friedrich-Ebert-Straße, um auch dort die Fachgeschäfte aufzusuchen und seine Einkäufe zu tätigen." Die Bedenken bei derÖffnung der Fußgängerzone kann Kirsch nur bedingt teilen. Der Bereich Marktplatz und große Teile der Langen Straße seien verkehrsberuhigt. Hier dürfe nur Schrittgeschwindigkeit, also sieben Kilometer pro Stunde, gefahren werden. Hier sollte, so Kirsch, zusammen mit der örtlichen Polizei nachÖffnung der Fußgängerzone gezielt kontrolliert und Aufklärungsarbeit geleistet werden. Im Vergleich zu umliegenden Städten sieht Kirsch in der Bergstadt eine "hervorragende Parkplatzsituation". Man habe zentrumsnahe und von allen in die Stadt führenden Straßen zugängliche, hervorragende und kostenlose Parkmöglichkeiten. Auf diese Parkplätze sollte das Parkplatzleitsystem großflächig hinweisen und sie für Obernkirchen zu einem Alleinstellungsmerkmal werden lassen: "Wir haben in Obernkirchen durch unsere zentrale Lage in Schaumburg die Chance, Pendler und Durchreisende zusätzlich mit einem Parkplatzleitsystem zum Besuch unserer Innenstadt und damit zum Einkauf in der Bergstadt mit Charme anzuregen." Durch die Kommunikation dieser Situation nach außen, so hofft Kirsch, werde Obernkirchen auch wieder für mögliche Interessenten und Investoren in der Innenstadt interessant: "Gemeinsam mit Verwaltung und Rat, Stadtmarketing, Stadtkoordinator und Eigentümern - um nur einige Akteure zu nennen - könnten wir diese Anregungen gewinnbringend fürObernkirchen umsetzen."

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