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Trägerverein der Immanuelschule weist "Unterstellungen" von Bürgermeister und Landtagsabgeordneter zurück

"Wir erziehen zu einem modernen Rollenverständnis"

Bückeburg (rc). Der Trägerverein der Immanuelschule hat die "unreflektierten und unrecherchierten Unterstellungen" von Bürgermeister Reiner Brombach und der Grünen-Landtagsabgeordneten Ursula Helmhold "auf das Schärfste" zurückgewiesen. Der Vorsitzende des Vereins, Matthias Eckel, reagierte damit auf Äußerungen seines zweiten Vorsitzenden, Richter Peter Rohde. Der hatte sich über Ehe und Familie und insbesondere über Ehebruch und die Rolle der Mutter geäußert, was beide Politiker in Zusammenhang mit der Ausrichtung der christlichen Immanuelschule gebracht hatten (wir berichteten).

veröffentlicht am 24.05.2007 um 00:00 Uhr

Zum einen habe Peter Rohde als Nichtpädagoge überhaupt keinen Einfluss auf den Unterricht, und zum andern sei die Immanuelschule als staatlich anerkannte Schule dem niedersächsischen Schulgesetz ebenso verpflichtet wie alle anderen Grundschulen auch, schreibt Eckel in einer schriftlichen Stellungnahme. Wenn Rohde sich als Privatperson so äußere, dass sich die Frau möglichst bis zum 12. Lebensjahr der Kinders ausschließlich um diese kümmern soll, "dann ist das seine Privatmeinung und hat nichts mit der Schule zu tun". Inzwischen schickten auch viele Eltern ihre Kinder nicht nur aus religiöser Motivation an die Schule, sondern wegen der guten Unterrichtsqualität und der sozialen Kompetenz, die dort vermittelt werde. Diese Eltern könnten jedem bestätigen, dass die Kinder an der Schule zu einem modernen Rollenverständnis erzogen würden. So hätte etwa die Landtagsabgeordnete aufder Internetseite Rohdes Telefonnummer oder die der Schule heraussuchen können, um nachzufragen, welchen Einfluss Rohde auf die Kinder in der Immanuelschule tatsächlich habe: "Dadurch hätte sie sich dann auch die Anfrage im Landtag ersparen können." Daher finde er es schade, dass Helmhold und Brombach in dieser Formüber die Immanuelschule geschrieben hätten, ohne mit den Verantwortlichen vorher gesprochen zu haben. Es gebe viele alleinerziehende, berufstätige und auch geschäftsführende Mütter, die ihre Kinder an die Immanuel-Schule schickten und sich tatkräftig mit einbringen würden. "Vor diesen Frauen haben wir allergrößte Hochachtung. Ohne deren Hilfe wäre die gute Arbeit der Schule gar nicht möglich." Natürlich lege die Schule als christliche Schule auch besonderen Wert darauf, christliche Werte wie positiven Umgang miteinander, Aufrichtigkeit, Vergebungsbereitschaft, Ehrlichkeit, Freundlichkeit und gegenseitige Achtung zu vermitteln. Dies schließe selbstverständlich auch die Gleichberechtigung von Mann und Frau mit ein. Auch aus Sicht der Schule bräuchten Kinder in den ersten Lebensjahren eine feste Bezugsperson, Vater oder Mutter, die ständig für sie da sei. Dies wäre zum Wohl der Kinder der wünschenswerte Idealfall. Dem Verein sei aber auch klar, dass dies aus verschiedenen Gründen nicht immer möglich sei. An der Schule ist es daher seit diesem Schuljahr möglich, sein Kind bis 14.30 Uhr mit Mittagsverpflegung betreuen zu lassen. Termin: Um sich vor Ort zu erkundigen, lädt Eckel Helmhold, Edathy, Brombach, aber auch alle Interessierten zu den Info-Veranstaltungen am 5. und 12. Juni, jeweils um 20 Uhr ein. Dann wird das Konzept vorgestellt.



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