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Aktuelles Interview mit dem Eveser Manager Peter Möse

"Wir brauchen Ludwig Castaldo!"

Fußball (jö). Der Schaumburger Fußball scheint auf Bezirksebene nur noch begrenzt konkurrenzfähig zu sein. Obernkirchen, Nienstädt, Rinteln und auch Evesen holten sich am letzten Wochenende mal wieder deutliche Niederlagen ab. Vor einigen Wochen löste Ludwig Castaldo mit interessanten Gedanken eine lebhafte Diskussion aus. Diesmal kommt Peter Möse zu Wort, der sich seit 1973 mit großem Erfolg beim VfR Evesen engagiert.

veröffentlicht am 30.11.2007 um 00:00 Uhr

Peter Möse. Foto: ph

Ludwig Castaldo kritisierte bei den heimischen Vereinen einen taktischen Rückstand und eine mangelhafte Einstellung des Nachwuchses. Hat er Recht? Ja, das war inhaltlich absolut in Ordnung. Die meisten Vereine aus dem hannoverschen Raum sind uns taktisch und spielerischüberlegen. Aber wir müssen nach den Gründen fragen. Ich habe festgestellt, dass unserem Fußball das Engagement guter, erfahrener und intelligenter Fußballer fehlt. Wir brauchen sie als Trainer, als Manager oder auch in der Jugendarbeit. Was ist mit den angesprochenen Problemen im Nachwuchsbereich? Ich muss leider feststellen, dass auch die Qualität im Jugendfußball zurückgegangen ist. Der Trend geht heute auch im Fußball mehr zum Freizeitsport ohne großen Leistungsanspruch. Die Vereine sind aufgefordert, das Niveau in der Ausbildung der jungen Fußballer zu steigern. Das geht vor allem über die Qualifikation der Trainer. DFB und NFV haben das erkannt. Sie bietenWeiterbildungsmöglichkeiten an, von denen wir am Dienstag hier in Evesen eine genutzt haben. Auch die Bolzplatz-Initiative der Verbände ist gut und geht in diese Richtung. Wir haben uns um einen beworben. Wie kommt der Schaumburger Fußball aus der Krise? Das funktioniert nicht kurzfristig, sondern ist leider ein langer Weg. Die Vereine müssen ihre Aufmerksamkeit noch mehr auf die Jugendarbeit legen und sie müssen versuchen, gute Trainer zu gewinnen. An dieser Stelle wird es aber schwierig. Wir brauchen die Impulse von Leuten wie Ludwig Castaldo. Spieler wie er können viel weitergeben und damit ihre Verbundenheit zum Fußball ausdrücken. Sie können jungen Spielern auch klarmachen, dass sie noch nicht gut sind, wenn sie dreimal den Ball hochhalten können.



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