weather-image
16°
Rintelner Weinwirte nehmen am Donnerstag schon mal einen Probeschluck

Winzerrouladen zu Wein aus Down Under

Rinteln (wm). Der Erfolg des ersten Weinfestes im Vorjahr hat bewiesen, auch nördlich der "Weißwurstlinie", gemeinhin Main genannt, weiß man edle Tropfen zu schätzen, Rinteln hängt nicht nur am Bierhahn. An diesen Erfolg möchte das zweite Weinfest am Wochenende anknüpfen. Deshalb haben die beteiligten Gastronomen wieder zu ihren Weinen ein passendes kulinarisches Angebot zusammengestellt, das von Austern über Haifisch-Steaks und so deftige Kost wie Ochsenbrust und Mini-Haxen mit Sauerkraut bis zu "Klassikern" wie Winzerrouladen und Zwiebelkuchen reicht.

veröffentlicht am 06.10.2006 um 00:00 Uhr

Die Weine, die in den Pagodenzelten und draußen serviert werden - in einem eigens dafür kreierten Rinteln-Glas - kommen aus Deutschland, Italien, Australien Frankreich und Österreich. Horst Schnittger will vor allem deutsche Weine kredenzen, unter anderem Frankenwein, populär als "Bocksbeutel". Frankenwein ist herzhaft erdig und mit keinem anderen Wein vergleichbar. Matthias Möller hat Wein aus Österreich kommen lassen. Dabei sind so bekannte Weißweine wie Grüne Veltliner und der klassische Zweigelt. Was die Qualität der Weine betrifft, gehöre Österreich inzwischen wieder zu den ersten Adressen, versicherte Möller. Markus Homberg will seinen Gästen australische Weine näher bringen, aus Weinbaugebieten, die zwischen dem 32. und 38. Breitengrad liegen, was in der nördlichen Hemisphäre etwa Athen entsprechen würde. Dieter Girnius hat große italienische Weine importiert, unter anderem Klassiker von den Abruzzen, aus der toskanischen Region Montepulciano, dazu trockene Weißweine wie Pinot Grigio und selbstverständlich Prosecco. Dass der Schinken, der dazu serviert wird, aus Parma kommt, versteht sich fast von selbst. Michael Bodewie Markus Ott setzen auf deutsche Weine, unter anderem aus Rheinhessen und Baden. Ulrich Schwabe will französische Weine ausschenken - auch passend zu frischen Austern. Die schönste Pointe bei der Vorstellung der Weine am Donnerstagvormittag auf dem Marktplatz steuerte Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz bei: Er habe durch Zufall entdeckt, dass es tatsächlich einen Buchholz Chardonnay gebe, das sei ein Wein aus Bozen von der Familie Lageder, der in Barrique-Fässern ausgebaut werde. Probiert habe er ihn allerdings noch nicht.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare