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Vorsitzender des Heimat- und Kulurvereins bezieht Stellung / Horst Rinne verteilt Brief versehentlich

Winkelhake weiterhin gegen Discount-Markt

Bad Eilsen/Buchholz (sig). "Ich halte es nach wie vor für falsch, an dem geplanten Standort einen Discountmarkt zu errichten." Mit diesen Worten unterstrich der Vorsitzende des Eilsener Heimat- und Kulturvereins (HKV), Friedrich Winkelhake, bei der Jahresversammlung im Buchholzer Dorfgemeinschaftshaus seine unveränderte Position. Auch wenn er sich dadurch mancherlei Anfeindungen ausgesetzt sieht, ändert er seine Meinung nicht.

veröffentlicht am 02.07.2008 um 00:00 Uhr

Friedrich Winkelhake.

Winkelhake machte zugleich aber deutlich, dass es sich dabei um seine persönliche Auffassung handele, nicht um die des Vorstandes. Er fügte auch noch hinzu: "Für mich ist Thomas Zerner immer noch der beste Planer, den Bad Eilsen je gehabt hat. Ich habe auch noch keinen kennengelernt, der so akkurat arbeitet wie er." Damit nahm Winkelhake noch einmal deutlich Stellung zur Entscheidung der Ratsmehrheit, dem Bückeburger Architekten die weitere Bearbeitung des Bebauungsplanes für den Bereich Arensburger Straße zu entziehen. Für diesen Schritt bringt Winkelhake keinerlei Verständnis auf. Das gilt ebenso für den Vorgang, dass sein persönlicher Brief an Bürgermeister Horst Rinne, den er auch in dessen Briefkasten geworfen hatte, als Kopie bei allen Ratsmitgliedern gelandet ist (wir berichteten). Winkelhake: "Mit meinem Schreiben wollte ich dem Bürgermeister nur deutlich machen, dass der Heimat- und Kulturverein über Leute verfügt, die etwas bewegen wollen und gute Voraussetzungen zur Mitarbeit im Masterplan-Gremium besitzen. Deshalb wären zwei Plätze durchaus sinnvoll." Für den Vereinschef, der 44 Jahre kommunalpolitisch tätig war, hätten oft die falschen Leute an den Tischen gesessen. ("Sonst wäre für Bad Eilsen schon mehr heraus- gekommen.") Winkelhake erinnerte daran, dass in der Vergangenheit manches leider auf der Strecke geblieben und mehr oder minder nur abgeheftet worden sei. Er nannte einen Generalverkehrsplan aus den 1960er Jahren und einen Entwicklungsplan aus dem Jahre 1974. Konzepte, die von ihm stammten - ebenso wie die Anregung, die SPD möge sich in einer Klausursitzung mit wichtigen Anliegen befassen. Damals war er Ratsmitglied. Den Vorwurf der Arroganz wies Winkelhake zurück und sagte weiter: "Der von mir gegründete Heimat- und Kulturverein möchte einfach nur engagiert mitarbeiten an einer guten Zukunft für Bad Eilsen. Ich wollte in diesem Zusammenhang niemanden beleidigen. Sollte sich jemand wegen meines Briefes getroffen fühlen, dann entschuldige ich mich." Bürgermeister Horst Rinne: "Ich bin schuld, dass der Brief von Friedrich Winkelhake weitergereicht wurde. Ich habe alle Schreiben zur Besetzung des Masterplan-Gremiums in einem Ordner erfasst und dann für den Rat kopieren lassen. Diesen Brief hätte ich vorher herausnehmen müssen." Auch Rinne sieht Zerner als "den besten Planer" an. Es sei wichtig, dass dessen Wissen der Gemeinde weiterhin zur Verfügung stehe. Der Bürgermeister sprach die Hoffnung aus, dass Winkelhake trotz der eingetretenen Situation im Masterplan-Gremium mitarbeiten werde. Er sei schon der richtige Mann für die anstehenden Aufgaben. Dass dieser Kreis nur 15 Mitglieder umfassen soll, sei eine ministerielle Empfehlung. Winkelhake regte an, dass der Verein im Vorfeld einen "Runden Tisch" bildet, um dabei Vorschläge für das Masterplan-Gremium zu erarbeiten. Die Mitglieder werden dazu in Kürze eingeladen.



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